Historie des DPhV
Seit mehr als 120 Jahren Engagement des Deutschen Philologenverbandes für qualifizierte und fortschrittliche Bildung in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen, trotz Krisen und politischem Interessenkampf!
Die Historie des DPhV – Deutschen Philologenverbandes – reicht über 120 Jahre zurück. Die Betrachtung der Verbandsgeschichte zeigt die epochalen Veränderungen, den Kampf der Ideen, Ideologien und Diktaturen, die Erschütterung durch Krisen, Weltkriege und Katastrophen des 20. und 21. Jahrhunderts, die auch im Bildungswesen nachhaltige Spuren hinterließen. Allen Widrigkeiten zum Trotz geben die Philologinnen und Philologen, die eine große Verantwortung für die ihnen anvertrauten jungen Menschen tragen, ihre Ziele nicht auf, für ein qualifiziertes und fortschrittliches Gymnasium als Stätte der Bildung und Erziehung zu wirken sowie für die gesellschaftliche Anerkennung ihres Berufes einzutreten. Im 19. Jahrhundert wurde das Fundament für die moderne Gymnasialbildung und den Beruf des Philologen gelegt.

Jubiläum „35 Jahre Philologenverbände in ganz Deutschland“
Ein besonderes Jubiläum: Unter dem Titel „Vereint fürs Gymnasium – 35 Jahre Philologenverbände in ganz Deutschland“ feierte der DPhV im Herbst 2025 das 35-jährige Bestehen seiner bundesweiten Struktur. Anlass war die Gründung ostdeutscher Verbände nach der Wiedervereinigung — und damit die Wiederherstellung des Gymnasiums in allen Bundesländern. In Diskussionsrunden mit langjährigen Wegbegleitern und aktuellen Vertretern wurde rückblickend gewürdigt, wie aus geteilten Strukturen ein vernetzter, gesamtdeutscher Verband geworden ist. Ziel war es auch, diesen gemeinsamen Weg klar als feste Größe für die Zukunft der gymnasialen Bildung in Deutschland zu verankern.

Fachtagung „Demokratie- und Wertebildung in der Schule“ in Wittenberg
Die Fachtagung „Demokratie- und Wertebildung in der Schule“ brachte am 14. März 2025 in Wittenberg Lehrkräfte, politische Vertreter und Bildungsexperten zusammen, um aktuelle Herausforderungen wie Extremismus, Fake News und Wertevermittlung im Schulalltag zu diskutieren. Ziel war es, Schulen als zentrale Orte gelebter Demokratie zu stärken und Lehrkräfte in verschiedenen Workshops praxisnah für ihren Auftrag in einer pluralen Gesellschaft zu unterstützen.

Erfolg: Kein verpflichtendes Fortbildungsdeputat obendrauf
Der DPhV feiert einen wichtigen Erfolg: Die Kultusministerkonferenz hat am 27. Februar 2025 entschieden, keine verpflichtende, quantifizierte Fortbildungspflicht für Lehrkräfte „on top“ zum regulären Unterrichtsdeputat einzuführen.
Damit wurde eine Vorgabe abgewendet, die aus Sicht vieler Lehrkräfte als zusätzliche Belastung empfunden worden wäre.
Der DPhV sieht dies als ersten Schritt – fordert nun aber qualitativ hochwertige, frei zugängliche Weiterbildungsangebote mit guten Rahmenbedingungen als echte Unterstützung für Lehrkräfte.

Fachveranstaltung „Faszination Weltraum“ in Unterföhring
Am 4. Mai 2024 fand im Gymnasium Unterföhring eine DPhV-Fachveranstaltung mit dem Astronauten Dr. Thomas Reiter statt. Der Deutsche Philologenverband betonte die Bedeutung modernen MINT-Unterrichts. Reiters fesselnder Vortrag und eine lebhafte Fragerunde weckten Begeisterung für Wissenschaft und Raumfahrt.

Kongress „Fit und innovativ in der Schule. Gesund im Gymnasium.“
Der gemeinsame Kongress des DPhV und der Humboldt Universität zu Berlin am 8. März 2024 leistete einen Beitrag zur Gesunderhaltung der Kollegien. Neben den beiden Impulsvorträgen zur Resilienz im Schulalltag sowie zur Relevanz und Gesundheit von Lehrkräften boten praxisbezogene Workshops lösungsorientierte Ansätze in der Auseinandersetzung mit der Thematik des Kongresses.

120 Jahre DPhV
Am 6. Oktober 1903 in Halle gegründet, beging der Deutsche Philologenverband 2023 sein 120. Jubiläum. Mit einer Festveranstaltung im November in Berlin blickten Landesverbände, Politikerinnen und Politiker sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bildungslandschaft gemeinsam mit uns auf die letzten Jahre zurück und wagten einen Ausblick in die Zukunft.
Vierter bundesweiter Gymnasialtag
„Was bleibt nach Covid“ lautete das Thema des vierten bundesweiten Gymnasialtags, den der DPhV gemeinsam mit dem PhV-Landesverband Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen durchführte. Neben dem Hauptvortrag von Dr. Alexander Jatzko, Chefarzt der Klinik für Psychosomatik im Westpfalzklinikum Kaiserslautern, gab es für die Teilnehmenden zahlreiche spannende Workshops zu Themen wie Begabtenförderung, Rechtssicherheit und Zeitmanagement.
75 Jahre Wiederbegründung
Die Wiederbegründung des Deutschen Philologenverbandes (in Westdeutschland) jährt sich zum 75. Male. Im Sommer 2022 hat der Philologenverband auch die Wiederverbeamtung aller Lehrkräfte in allen deutschen Bundesländern erreicht: Als letztes Bundesland verbeamtet nun auch das Bundesland Berlin mit Beginn des Schuljahres 2022/23 wieder die neu eingestellten Lehrkräfte!

Klima- und Demokratietagung in Leipzig
Der Philologenverband widmet sich in Leipzig unter dem Motto "Demokratie und Klimadebatte als Gegenstand des gymnasialen Unterrichts" als erster Lehrkräfteverband den Themen Klima und Demokratie. Die Teilnehmenden können ihr Wissen in diversen Workshops sowie bei den Hauptvorträgen von Prof. Dr. Uta Winterfeld und Prof. Dr. Antje Boetius, Meeresbiologin und Leiterin des Alfred-Wegener Instituts in Bremerhaven, vertiefen und nehmen praxisnahe Inspirationen für den Unterricht mit.
DPhV und Öffentlich-rechtlicher Rundfunk gestalten gemeinsame Fortbildungsreihen zu digitalen Bildungsangeboten
Der DPhV und die Öffentlich-Rechtlichen erkennen Anfang 2021 das große Interesse und die hohe Nachfrage nach digitalen Bildungsangeboten und deren Potenzial und beginnen eine Online-Fortbildungsreihe, die sich explizit an Lehrkräfte richtet. Sowohl die ARD als auch das ZDF stellen in den Fortbildungen ihre digitalen Bildungsangebote vor und zeigen, wie Lehrkräfte das Angebot des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks als digitale Unterstützung für guten Unterricht nicht nur, aber insbesondere in der Zeit der Corona-Pandemie sinnvoll nutzen können.
30 Jahre gesamtdeutscher Philologenverband
Gemeinschaftlich tritt der DPhV für eine Verbesserung des Bildungssystems,
ein anspruchsvolles Gymnasium und die Belange der dort arbeitenden Lehrerinnen und Lehrer nach Kräften und mit großem Erfolg ein.

DPhV und Heraeus Bildungsstiftung gehen Partnerschaft beim "Deutschen Lehrkräftepreis - Unterricht innovativ" ein
Der DPhV hat Anfang 2020 mit der Heraeus Bildungsstiftung einen neuen zukunftsorientierten Partner für den bundesweiten Wettbewerb "Deutscher Lehrkräftepreis - Unterricht innovativ" gewinnen können. Damit tritt die Heraeus Bildungsstiftung an die Stelle der ehemaligen Mit-Initiatorin Vodafone Stiftung Deutschland und wird in Zukunft gemeinsam mit dem DPhV als langjährigem Träger und Mitinitiator des "Deutschen Lehrkräftepreises - Unterricht innovativ" den Wettbewerb ausrichten.

Vorstellung der LaiW-Studie
Der DPhV stellt gemeinsam mit der DAK Gesundheit und dem Institut für Präventivmedizin der Uni Rostock die „LaiW – Lehrerarbeit im Wandel"-Studie vor. Mit über 16.000 ausgewerteten Datensätzen der online befragten Gymnasiallehrkräfte ist sie die bisher umfassendste Erhebung zu dieser Thematik.

30 Jahre friedliche Revolution und Mauerfall
Am 29. November 2019 fand in Leipzig diese Festveranstaltung im Rahmen der Bundesvorstandssitzung des DPhV statt. Es wird dankbar auf die friedliche Revolution und den Mauerfall zurückgeblickt - und ebenso auf die sich anschließenden Gründungen der Philologenverbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Berlin-Brandenburg.
An der festlichen Veranstaltung nahmen unter anderem Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, der erste Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, und Bodo Ramelow, jetziger Ministerpräsident von Thüringen, teil.
Dritter bundesweiter Gymnasialtag
„Die Menschen bilden – das Gymnasium stärken“ in Zusammenarbeit mit dem PhV-Landesverband NW. „Die Autorität der Gymnasiallehrkraft“ lautete das Thema des Hauptvortrages von Prof. Dr. Roland Reichenbach, Institut für Erziehungswissenschaften, Zürich.
Großer Erfolg des DPhV:
Erhöhung der Abiturbestenquote auf 30% und die Abiturdurchschnittsnote bleibt beim Hochschulzugang Humanmedizin entscheidend.
Zweiter bundesweiter Gymnasialtag
„Gymnasiale Bildung – innovativ - individuell – interdisziplinär“
in Zusammenarbeit mit dem PhV Baden-Württemberg und dem
Verband Bildungsmedien mit dem Hauptvortrag von Harald Martenstein,
Kolumnist der Zeit und des Tagesspiegels.
Erster bundesweiter Gymnasialtag
in Zusammenarbeit mit dem Verband Bildungsmedien. „Neugier wecken und Staunen lernen im Unterricht – Das Vergnügen am Geheimnisvollen“ war das Thema des Wissenschaftshistorikers und Wissenschaftspublizisten Prof. Dr. Ernst Peter Fischer.

Erstmalige Vergabe des "Deutschen Lehrkräftepreises"
Der DPhV ist Initiator und Mitbegründer des bundesweiten Wettbewerbs „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“, der bis heute jährlich in Berlin vergeben wird. Der Wettbewerb hat sich zum Ziel gesetzt, die öffentliche Wertschätzung des Lehrkräfte- und Schulleitungs-Berufs zu steigern. Jedes Jahr werden herausragende Lehrkräfte, innovative Unterrichtskonzepte und vorbildliche Schulleitungen ausgezeichnet. Seit 2020 ist die Heraeus Bildungsstiftung neuer Partner für den Wettbewerb und löste die Vodafone Stiftung ab.

Initiierung von Lyrix
„lyrix – der Wettbewerb für junge Lyrik“ wurde vom DPhV gemeinsam mit dem Deutschlandfunk initiiert und seine Weiterentwicklung über lange Jahre gemeinsam im Vorstand begleitet. 2013 wurde das Projekt sogar zum vom BMBF geförderten Bundeswettbewerb ernannt. Mit Beginn des Jahres 2023 haben der DPhV und der Deutschlandfunk ihren lyrix-Vorsitz beendet und an ein neues Führungsteam übergeben.
Gründung des Wissenschaftlichen Beirats,
um für bildungs- und schulpolitische Positionierungen
unabhängige wissenschaftliche Expertise einzuholen. 2009 wurde dann mit Hilfe des Klinkhardt-Verlags und auf Initiative des DPhV die Buchreihe „Gymnasium – Bildung – Gesellschaft“ gegründet.

DPhV feiert sein 100-jähriges Jubiläum
Der DPhV feiert sein 100-jähriges Jubiläum mit Ehrengästen wie dem damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau und der damaligen KMK-Präsidentin Karin Wolff in Berlin.
Zusammenschluss des Deutschen Philologenverbandes nach der Wiedervereinigung
Nach der deutschen Wiedervereinigung entstehen in allen neuen Bundesländern Philologenverbände. Bei einer Sondersitzung des Bundesvorstandes am 7./8. September 1990 in Mainz wird durch die Aufnahme der ostdeutschen Landesverbände der gesamtdeutsche Zusammenschluss des Deutschen Philologenverbandes vollzogen. Der Philologenverband leistet daraufhin in den 1990er Jahren einen erheblichen Beitrag zur Erneuerung des Bildungswesens in den ostdeutschen Bundesländern und zur Errichtung von Gymnasien, wodurch die Voraussetzungen in ganz Deutschland für einheitliche Schulstrukturen und für den Hochschulzugang geschaffen werden.
Schaffung neuer, sinnstiftender Ziele in Bildung und Erziehung
Seit den achtziger Jahren verstärkt der Deutsche Philologenverband seine Strategie, die Belange des Gymnasiums offensiv zu vertreten und die Hauptdefizite einer seit den sechziger Jahren fehlgeleiteten Bildungspolitik aufzufangen und durch neue, sinnstiftende Ziele in Bildung und Erziehung zu ersetzen. Das zielstrebige Vorgehen des Philologenverbandes lohnt sich: die Auswüchse der Oberstufenreform werden korrigiert, die Allgemeinbildung gestärkt und die Position des Gymnasiums als eine leistungsorientierte Schule mit wissenschaftlicher Grundbildung gefestigt.
Etablierung des Gymnasiums
Der entschlossene Einsatz der Gymnasiallehrkräfte in Zusammenarbeit mit den Eltern, den Kollegen anderer Schulformen und politischer Hilfe bewirkt in den sechziger, siebziger und achtziger Jahren, dass sich das Gymnasium mit dem gegliederten Schulwesen gegen die integrierte Stufenschule behauptet und seine Effizienz nachdrücklich unter Beweis stellt.
Einführung der Bezeichnung "Gymnasium"
Die seit 1950 von den Philologinnen und Philologen in der Öffentlichkeit und gegenüber der Kultusministerkonferenz unentwegt vorgetragenen Forderungen nach Beseitigung der divergierenden Entwicklungen im Bildungswesen zeigen erste Erfolge, als die Ministerpräsidenten der Länder 1955 das Düsseldorfer Abkommen schließen, das allen Schulen, die zur allgemeinen Hochschulreife führen, den Namen „Gymnasium“ gibt und die normale Schulzeit der Höheren Schule wieder auf neun Jahre (Normalform) festsetzt.
Wiederbegründung des Deutschen Philologenverbandes
In Westdeutschland erfolgt die Wiederbegründung des Deutschen Philologenverbandes durch die neu entstandenen Landesverbände in Bad Homburg. Als vordringliches Ziel betrachtet der Verband die Verhinderung der Zersplitterung des Schulwesens.
Abwendung der Zersplitterung des Bildungswesens
Nach 1945 trägt der Deutsche Philologenverband entscheidend dazu bei, dass eine Zersplitterung des deutschen Bildungswesens abgewendet wird und ein über die Ländergrenzen vergleichbares und einheitliches Gymnasium entsteht.

Verbot der Verbandszeitschrift und Selbstauflösung
Nachdem im Januar 1935 die Verbandszeitschrift, das Deutsche Philologenblatt, verboten wird und die Verbandsarbeit praktisch zum Erliegen kommt, erzwingt das nationalsozialistische Regime im Juni 1936 die Selbstauflösung des Philologenverbandes.
Das Originalfoto ist einzusehen beim PhV-Landesverband Berlin-Brandenburg, phvbb@t-online.de.
Verhinderung der Einheitsschule
Der Deutsche Philologenverband vertritt 1920 bei der Reichsschulkonferenz in Berlin mit pädagogischen Argumenten das Konzept eines gegliederten und begabungsgerechten Schulwesens, das bei der Mehrheit der Konferenzteilnehmer Zustimmung findet und die zukünftige Bildungsentwicklung maßgeblich bestimmt. Die zwanziger Jahre sind für den DPhV bildungspolitisch eine erfolgreiche Periode. Es gelingt ihm schließlich, die Einheitsschule zu verhindern, das neunjährige Gymnasium zu festigen und zu einer leistungsbewussten Schule zu gestalten.

In Halle gegründet
Am 6. Oktober 1903 stimmten im Halleschen Ratskeller 250 Delegierte einstimmig für die Gründung des „Vereinsverbands akademisch gebildeter Lehrer Deutschlands“ (ab 1921 Deutscher Philologenverband), bestehend aus 34 Vereinen mit über 14.000 Mitgliedern. Erster Vorsitzender war Rudolf Block. Die Hauptziele: die Vereinheitlichung des gesamten deutschen Schulwesens, die Schaffung eines einheitlichen Lehrerstandes und die „Gleichstellung der akademisch gebildeten Stände in Rang und Gehalt“.

Jubiläum „35 Jahre Philologenverbände in ganz Deutschland“
Ein besonderes Jubiläum: Unter dem Titel „Vereint fürs Gymnasium – 35 Jahre Philologenverbände in ganz Deutschland“ feierte der DPhV im Herbst 2025 das 35-jährige Bestehen seiner bundesweiten Struktur. Anlass war die Gründung ostdeutscher Verbände nach der Wiedervereinigung — und damit die Wiederherstellung des Gymnasiums in allen Bundesländern. In Diskussionsrunden mit langjährigen Wegbegleitern und aktuellen Vertretern wurde rückblickend gewürdigt, wie aus geteilten Strukturen ein vernetzter, gesamtdeutscher Verband geworden ist. Ziel war es auch, diesen gemeinsamen Weg klar als feste Größe für die Zukunft der gymnasialen Bildung in Deutschland zu verankern.

Fachtagung „Demokratie- und Wertebildung in der Schule“ in Wittenberg
Die Fachtagung „Demokratie- und Wertebildung in der Schule“ brachte am 14. März 2025 in Wittenberg Lehrkräfte, politische Vertreter und Bildungsexperten zusammen, um aktuelle Herausforderungen wie Extremismus, Fake News und Wertevermittlung im Schulalltag zu diskutieren. Ziel war es, Schulen als zentrale Orte gelebter Demokratie zu stärken und Lehrkräfte in verschiedenen Workshops praxisnah für ihren Auftrag in einer pluralen Gesellschaft zu unterstützen.

Erfolg: Kein verpflichtendes Fortbildungsdeputat obendrauf
Der DPhV feiert einen wichtigen Erfolg: Die Kultusministerkonferenz hat am 27. Februar 2025 entschieden, keine verpflichtende, quantifizierte Fortbildungspflicht für Lehrkräfte „on top“ zum regulären Unterrichtsdeputat einzuführen.
Damit wurde eine Vorgabe abgewendet, die aus Sicht vieler Lehrkräfte als zusätzliche Belastung empfunden worden wäre.
Der DPhV sieht dies als ersten Schritt – fordert nun aber qualitativ hochwertige, frei zugängliche Weiterbildungsangebote mit guten Rahmenbedingungen als echte Unterstützung für Lehrkräfte.

Fachveranstaltung „Faszination Weltraum“ in Unterföhring
Am 4. Mai 2024 fand im Gymnasium Unterföhring eine DPhV-Fachveranstaltung mit dem Astronauten Dr. Thomas Reiter statt. Der Deutsche Philologenverband betonte die Bedeutung modernen MINT-Unterrichts. Reiters fesselnder Vortrag und eine lebhafte Fragerunde weckten Begeisterung für Wissenschaft und Raumfahrt.

Kongress „Fit und innovativ in der Schule. Gesund im Gymnasium.“
Der gemeinsame Kongress des DPhV und der Humboldt Universität zu Berlin am 8. März 2024 leistete einen Beitrag zur Gesunderhaltung der Kollegien. Neben den beiden Impulsvorträgen zur Resilienz im Schulalltag sowie zur Relevanz und Gesundheit von Lehrkräften boten praxisbezogene Workshops lösungsorientierte Ansätze in der Auseinandersetzung mit der Thematik des Kongresses.

120 Jahre DPhV
Am 6. Oktober 1903 in Halle gegründet, beging der Deutsche Philologenverband 2023 sein 120. Jubiläum. Mit einer Festveranstaltung im November in Berlin blickten Landesverbände, Politikerinnen und Politiker sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bildungslandschaft gemeinsam mit uns auf die letzten Jahre zurück und wagten einen Ausblick in die Zukunft.
Vierter bundesweiter Gymnasialtag
„Was bleibt nach Covid“ lautete das Thema des vierten bundesweiten Gymnasialtags, den der DPhV gemeinsam mit dem PhV-Landesverband Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen durchführte. Neben dem Hauptvortrag von Dr. Alexander Jatzko, Chefarzt der Klinik für Psychosomatik im Westpfalzklinikum Kaiserslautern, gab es für die Teilnehmenden zahlreiche spannende Workshops zu Themen wie Begabtenförderung, Rechtssicherheit und Zeitmanagement.
75 Jahre Wiederbegründung
Die Wiederbegründung des Deutschen Philologenverbandes (in Westdeutschland) jährt sich zum 75. Male. Im Sommer 2022 hat der Philologenverband auch die Wiederverbeamtung aller Lehrkräfte in allen deutschen Bundesländern erreicht: Als letztes Bundesland verbeamtet nun auch das Bundesland Berlin mit Beginn des Schuljahres 2022/23 wieder die neu eingestellten Lehrkräfte!

Klima- und Demokratietagung in Leipzig
Der Philologenverband widmet sich in Leipzig unter dem Motto "Demokratie und Klimadebatte als Gegenstand des gymnasialen Unterrichts" als erster Lehrkräfteverband den Themen Klima und Demokratie. Die Teilnehmenden können ihr Wissen in diversen Workshops sowie bei den Hauptvorträgen von Prof. Dr. Uta Winterfeld und Prof. Dr. Antje Boetius, Meeresbiologin und Leiterin des Alfred-Wegener Instituts in Bremerhaven, vertiefen und nehmen praxisnahe Inspirationen für den Unterricht mit.
DPhV und Öffentlich-rechtlicher Rundfunk gestalten gemeinsame Fortbildungsreihen zu digitalen Bildungsangeboten
Der DPhV und die Öffentlich-Rechtlichen erkennen Anfang 2021 das große Interesse und die hohe Nachfrage nach digitalen Bildungsangeboten und deren Potenzial und beginnen eine Online-Fortbildungsreihe, die sich explizit an Lehrkräfte richtet. Sowohl die ARD als auch das ZDF stellen in den Fortbildungen ihre digitalen Bildungsangebote vor und zeigen, wie Lehrkräfte das Angebot des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks als digitale Unterstützung für guten Unterricht nicht nur, aber insbesondere in der Zeit der Corona-Pandemie sinnvoll nutzen können.
30 Jahre gesamtdeutscher Philologenverband
Gemeinschaftlich tritt der DPhV für eine Verbesserung des Bildungssystems,
ein anspruchsvolles Gymnasium und die Belange der dort arbeitenden Lehrerinnen und Lehrer nach Kräften und mit großem Erfolg ein.

DPhV und Heraeus Bildungsstiftung gehen Partnerschaft beim "Deutschen Lehrkräftepreis - Unterricht innovativ" ein
Der DPhV hat Anfang 2020 mit der Heraeus Bildungsstiftung einen neuen zukunftsorientierten Partner für den bundesweiten Wettbewerb "Deutscher Lehrkräftepreis - Unterricht innovativ" gewinnen können. Damit tritt die Heraeus Bildungsstiftung an die Stelle der ehemaligen Mit-Initiatorin Vodafone Stiftung Deutschland und wird in Zukunft gemeinsam mit dem DPhV als langjährigem Träger und Mitinitiator des "Deutschen Lehrkräftepreises - Unterricht innovativ" den Wettbewerb ausrichten.

Vorstellung der LaiW-Studie
Der DPhV stellt gemeinsam mit der DAK Gesundheit und dem Institut für Präventivmedizin der Uni Rostock die „LaiW – Lehrerarbeit im Wandel"-Studie vor. Mit über 16.000 ausgewerteten Datensätzen der online befragten Gymnasiallehrkräfte ist sie die bisher umfassendste Erhebung zu dieser Thematik.

30 Jahre friedliche Revolution und Mauerfall
Am 29. November 2019 fand in Leipzig diese Festveranstaltung im Rahmen der Bundesvorstandssitzung des DPhV statt. Es wird dankbar auf die friedliche Revolution und den Mauerfall zurückgeblickt - und ebenso auf die sich anschließenden Gründungen der Philologenverbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Berlin-Brandenburg. An der festlichen Veranstaltung nahmen unter anderem Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, der erste Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, und Bodo Ramelow, jetziger Ministerpräsident von Thüringen, teil.
Dritter bundesweiter Gymnasialtag
„Die Menschen bilden – das Gymnasium stärken“ in Zusammenarbeit mit dem PhV-Landesverband NW. „Die Autorität der Gymnasiallehrkraft“ lautete das Thema des Hauptvortrages von Prof. Dr. Roland Reichenbach, Institut für Erziehungswissenschaften, Zürich.
Großer Erfolg des DPhV:
Erhöhung der Abiturbestenquote auf 30% und die Abiturdurchschnittsnote bleibt beim Hochschulzugang Humanmedizin entscheidend.
Zweiter bundesweiter Gymnasialtag
„Gymnasiale Bildung – innovativ - individuell – interdisziplinär“ in Zusammenarbeit mit dem PhV Baden-Württemberg und dem Verband Bildungsmedien mit dem Hauptvortrag von Harald Martenstein, Kolumnist der Zeit und des Tagesspiegels.
Erster bundesweiter Gymnasialtag
in Zusammenarbeit mit dem Verband Bildungsmedien. „Neugier wecken und Staunen lernen im Unterricht – Das Vergnügen am Geheimnisvollen“ war das Thema des Wissenschaftshistorikers und Wissenschaftspublizisten Prof. Dr. Ernst Peter Fischer.

Erstmalige Vergabe des "Deutschen Lehrkräftepreises"
Der DPhV ist Initiator und Mitbegründer des bundesweiten Wettbewerbs „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“, der bis heute jährlich in Berlin vergeben wird. Der Wettbewerb hat sich zum Ziel gesetzt, die öffentliche Wertschätzung des Lehrkräfte- und Schulleitungs-Berufs zu steigern. Jedes Jahr werden herausragende Lehrkräfte, innovative Unterrichtskonzepte und vorbildliche Schulleitungen ausgezeichnet. Seit 2020 ist die Heraeus Bildungsstiftung neuer Partner für den Wettbewerb und löste die Vodafone Stiftung ab.

Initiierung von Lyrix
„lyrix – der Wettbewerb für junge Lyrik“ wurde vom DPhV gemeinsam mit dem Deutschlandfunk initiiert und seine Weiterentwicklung über lange Jahre gemeinsam im Vorstand begleitet. 2013 wurde das Projekt sogar zum vom BMBF geförderten Bundeswettbewerb ernannt. Mit Beginn des Jahres 2023 haben der DPhV und der Deutschlandfunk ihren lyrix-Vorsitz beendet und an ein neues Führungsteam übergeben.
Gründung des Wissenschaftlichen Beirates,
um für bildungs- und schulpolitische Positionierungen
unabhängige wissenschaftliche Expertise einzuholen.

DPhV feiert sein 100-jähriges Jubiläum
Der DPhV feiert sein 100-jähriges Jubiläum mit Ehrengästen wie Johannes Rau, zu dieser Zeit Bundespräsident, und Karin Wolff, damalige KMK-Präsidentin, in Berlin.
Zusammenschluss des Deutschen Philologenverbandes nach Wiedervereinigung
Nach der deutschen Wiedervereinigung entstehen in allen neuen Bundesländern Philologenverbände. Bei einer Sondersitzung des Bundesvorstandes am 7./8. September 1990 in Mainz wird durch die Aufnahme der ostdeutschen Landesverbände der gesamtdeutsche Zusammenschluss des Deutschen Philologenverbandes vollzogen. Der Philologenverband leistet daraufhin in den 1990er Jahren einen erheblichen Beitrag zur Erneuerung des Bildungswesens in den ostdeutschen Bundesländern und zur Errichtung von Gymnasien, wodurch die Voraussetzungen in ganz Deutschland für einheitliche Schulstrukturen und für den Hochschulzugang geschaffen werden.
Schaffung neuer, sinnstiftender Ziele in Bildung und Erziehung
Seit den achtziger Jahren verstärkt der Deutsche Philologenverband seine Strategie, die Belange des Gymnasiums offensiv zu vertreten und die Hauptdefizite einer seit den sechziger Jahren fehlgeleiteten Bildungspolitik aufzufangen und durch neue, sinnstiftende Ziele in Bildung und Erziehung zu ersetzen. Das zielstrebige Vorgehen des Philologenverbandes lohnt sich: die Auswüchse der Oberstufenreform werden korrigiert, die Allgemeinbildung gestärkt und die Position des Gymnasiums als eine leistungsorientierte Schule mit wissenschaftlicher Grundbildung gefestigt.
Etablierung des Gymnasiums
Der entschlossene Einsatz der Gymnasiallehrkräfte in Zusammenarbeit mit den Eltern, den Kollegen anderer Schulformen und politischer Hilfe bewirkt in den sechziger, siebziger und achtziger Jahren, dass sich das Gymnasium mit dem gegliederten Schulwesen gegen die integrierte Stufenschule behauptet und seine Effizienz nachdrücklich unter Beweis stellt.
Einführung der Bezeichnung "Gymnasium"
Die seit 1950 von den Philologen in der Öffentlichkeit und gegenüber der Kultusministerkonferenz unentwegt vorgetragenen Forderungen nach Beseitigung der divergierenden Entwicklungen im Bildungswesen zeigen erste Erfolge, als die Ministerpräsidenten der Länder 1955 das Düsseldorfer Abkommen schließt, das allen Schulen, die zur allgemeinen Hochschulreife führen, den Namen „Gymnasium“ gibt und die normale Schulzeit der Höheren Schule wieder auf neun Jahre (Normalform) festsetzt.
Wiederbegründung des Deutschen Philologenverbandes
In Westdeutschland erfolgt die Wiederbegründung des Deutschen Philologenverbandes durch die neu entstandenen Landesverbände in Bad Homburg. Als vordringliches Ziel betrachtet der Verband die Verhinderung der Zersplitterung des Schulwesens.
Abwendung der Zersplitterung des Bildungswesens
Nach 1945 trägt der Deutsche Philologenverband entscheidend dazu bei, dass eine Zersplitterung des deutschen Bildungswesens abgewendet wird und ein über die Ländergrenzen vergleichbares und einheitliches Kriterium verpflichtendes Gymnasium entsteht.

Verbot der Verbandszeitschrift und Selbstauflösung
Nachdem im Januar 1935 die Verbandszeitschrift, das Deutsche Philologenblatt, verboten wird und die Verbandsarbeit praktisch zum Erliegen kommt, erzwingt das nationalsozialistische Regime im Juni 1936 die Selbstauflösung des Philologenverbandes.
Das Originalfoto ist einzusehen beim PhV-Landesverband Berlin-Brandenburg, phvbb@t-online.de.
Verhinderung der Einheitsschule
Der Deutsche Philologenverband vertritt 1920 bei der Reichsschulkonferenz in Berlin mit pädagogischen Argumenten das Konzept eines gegliederten und begabungsgerechten Schulwesens, das bei der Mehrheit der Konferenzteilnehmer Zustimmung findet und die zukünftige Bildungsentwicklung maßgeblich bestimmt. Die zwanziger Jahre sind für den DPhV bildungspolitisch eine erfolgreiche Periode. Es gelingt ihm schließlich, die Einheitsschule zu verhindern, das neunjährige Gymnasium zu festigen und zu einer leistungsbewussten Schule zu gestalten.

In Halle gegründet
Am 6. Oktober 1903 stimmten im Halleschen Ratskeller 250 Delegierte einstimmig für die Gründung des „Vereinsverbands akademisch gebildeter Lehrer Deutschlands“ (ab 1921 Deutscher Philologenverband), bestehend aus 34 Vereinen mit über 14.000 Mitgliedern. Erster Vorsitzender war Rudolf Block. Die Hauptziele: die Vereinheitlichung des gesamten deutschen Schulwesens, die Schaffung eines einheitlichen Lehrerstandes und die „Gleichstellung der akademisch gebildeten Stände in Rang und Gehalt“.
Mehr als ein Jahrhundert Verbandsgeschichte macht deutlich, dass es stets des kontinuierlichen Engagements der Gymnasiallehrkräfte bedurfte, um die Bedeutung des Gymnasiums für junge Menschen, für den Staat und für die geistig-kulturelle Entwicklung unseres Landes zu sichern. Ohne die Kulturhoheit der Länder, den entschlossenen Einsatz des Deutschen Philologenverbandes und seiner Landesverbände sowie die breite gesellschaftliche Wertschätzung des Gymnasiums wäre diese Schulform in den 1960er- und 1970er-Jahren im Zuge der sog. „Schulreform“ ernsthaft gefährdet gewesen. Aus diesen Umbruchszeiten ist das Gymnasium jedoch gestärkt hervorgegangen. Heute kann es – getragen von hochqualifizierten und engagierten Lehrkräften – seine erfolgreiche Bildungsarbeit im 21. Jahrhundert fortsetzen. Gerade für ein rohstoff- und energiearmes Land ist diese leistungsorientierte Bildung ein zentraler Zukunftsfaktor. Mit dem Blick auf das 125-jährige Jubiläum des Deutschen Philologenverbandes im Jahr 2028 erwächst daraus zugleich der Auftrag, die bewährten Bildungsschätze des Gymnasiums zu bewahren, weiterzuentwickeln und jeder neuen Generation zeitgemäß und überzeugend zu vermitteln.