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Drei Fragen an … Berlins Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse

    Drei Fragen an Berlins Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD)

    Astrid-Sabine Busse (SPD) ist seit Dezember 2021 Senatorin für Bildung, Jugend und Familie in Berlin. Zuvor leitete sie fast 30 Jahre lang eine Grundschule im Berliner Stadtteil Neukölln, Credit: Lena Giovanazzi

    Warum sollte eine Lehrkraft in Berlin unterrichten wollen, Frau Senatorin? 

    PROFIL: Senatorin Busse, wie wollen Sie die Qualität von Bildung in Berlin verbessern? 

    Astrid-Sabine Busse: Berliner Lehrkräfte machen eine gute Arbeit, das sollte man nicht schlecht reden. Um die Grundlagen zu stärken, haben wir bereits mehr Deutschstunden an die Grundschulen gegeben, die mathematische Förderung gestärkt und viele andere Maßnahmen ergriffen. Wir bereiten auch die Gründung eines Berliner Landesinstitutes für Aus-, Fort- und Weiterbildung vor, wie es die Qualitätskommission unter Leitung von Prof. Dr. Köller empfohlen hat. Auch die datenbasierte Zuteilung von Mitteln auf Grundlage unserer neuartigen Schultypisierung werden wir weiter aufbauen. Auf vielen Ebenen und Kanälen wird zudem gezielt Fachkräftewerbung betrieben, am 10. September führen wir mit dem Berlin-Tag wieder die größte Berufs- und Informationsmesse Deutschlands im Bildungsbereich durch. Bei den Ganztagsangeboten ist Berlin bereits heute im deutschlandweiten Vergleich führend.  

    PROFIL: Warum sollte eine Lehrkraft an einer Berliner Schule unterrichten wollen? 

    Busse: Weil Berlin eine besonders vielfältige Bildungs- und Schullandschaft bietet, die einmalig ist in Deutschland. Hier können interessierte Lehrkräfte die passende Schule für sich finden, ohne dass große Strecken zurückgelegt werden müssen. Wir haben offene und gebundene Ganztagsgrundschulen, zahlreiche bilinguale Staatliche Europaschulen, Schulen mit ganz unterschiedlichen Schulprofilen und sogar drei Eliteschulen des Sports und auch gut ausgestattete berufliche Schulen. Aber sicherlich auch Schulen mit einer hohen strukturellen Belastung, eine von diesen habe ich übrigens 30 Jahre geleitet. Und ich habe den täglichen Umgang mit den Kindern dort geliebt. Wie gesagt: Die Schulen sind in aller Regel schnell erreichbar, auch mit dem öffentlichen Nahverkehr.  

    PROFIL: Wann bekommt die Hauptstadt endlich Schulgebäude, die in der Mehrzahl vorzeigbar und zumutbar sind? 

    Berlins Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse: Ich eröffne derzeit ständig neue Schulgebäude, feiere Richtfeste, bin bei Grundsteinlegungen dabei. Allein an diesem Freitag (2. September, Anm. D. Red.) werden in Berlin zwei neue, modern ausgestattete Schulen eröffnet. Auch für die Schulsanierungen ist viel mehr Geld da, und hier geschieht viel. Berlin hat bekanntlich 2016 die Berliner Schulbauoffensive gestartet. Seither konnten bereits 25.000 neue Schulplätze geschaffen werden und knapp 3 Milliarden Euro wurden bisher verbaut. Bis zum Schuljahr 2026/27 wollen wir weitere 31.200 Schulplätze schaffen, mit entsprechenden baulichen Standards. 

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