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PhV BW zur Umfrage des Deutschen Philologenverbands (DPhV) zum Thema Bürokratie an Schulen

    · Umfrage des Philologenverbands zeigt deutlich: Bürokratischer Aufwand für Lehrkräfte ist zu hoch
    · PhV-Landesvorsitzender Ralf Scholl: „Lehrkräfte müssen sich auf ihr Kerngeschäft – den Unterricht – konzentrieren können. Bürokratischer Aufwand für Lehrkräfte muss deutlich gesenkt werden.“

    Der Deutsche Philologenverband (DPhV) hat eine Umfrage unter mehr als 3.000 gymnasialen Lehrkräften in ganz Deutschland durchgeführt. Besonders hoch war die Beteiligung an dieser Umfrage in Baden-Württemberg mit 869 Teilnehmern.

    „Diese Umfrage hat deutlich gezeigt: Organisatorische Aufgaben halten Lehrkräfte vom Unterricht ab“, so der Landesvorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg (PhV BW), Ralf Scholl. Auf die Frage “Schränkt der bürokratische Aufwand die Qualität Ihres Fachunterrichts ein?“ antworteten mehr als drei Viertel der befragten Lehrkräfte aus Baden-Württemberg mit „ja“ (76,75%).

    Die Frage nach dem „bürokratischen Aufwand, den Sie zusätzlich zu Ihrer Tätigkeit als Klassen-/Fachlehrkraft bewältigen müssen…“  beantworteten mehr als vier Fünftel der Lehrkräfte (82,05%) mit „unangemessen und belastend“ und lediglich 17,95% mit „angemessen und überschaubar“.

    Bei den konkreten Fragen nach der Kontrolle des Corona-Impfstatus und der Abrechnung der Klassenfahrten wiesen die Ergebnisse für Baden-Württemberg insbesondere bei den Klassenlehrern mit 81% und 89% zudem eine noch höhere Belastung aus als im Bundesdurchschnitt (72% und 79%).

    Aus diesem Anlass fragt der PhV-Landesvorsitzende Ralf Scholl: „Wann wacht das Kultusministerium endlich auf und reduziert die bürokratische Belastung von Lehrkräften? Wenn vier von fünf Lehrkräften mittlerweile erklären, dass die ihnen aufgebürdeten organisatorischen Tätigkeiten und Dokumentationspflichten vom Umfang her unangemessen und belastend sind und drei Viertel der Lehrkräfte sagen, dass der bürokratische Aufwand die Qualität ihres Fachunterrichts einschränkt, besteht dringender Handlungsbedarf. – Wann will das Kultusministerium hier Abhilfe schaffen?“ Es sei fatal, dass den Lehrerinnen und Lehrern immer weniger Zeit für ihr Kerngeschäft – den Unterricht – bleibt. „Daher benötigen die Lehrkräfte eine möglichst rasche und umfassende Entlastung von unterrichtsfernen Tätigkeiten“, fordert Ralf Scholl abschließend.

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