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PhV R-P warnt erneut vor erheblichen Beeinträchtigungen für Lehrer und Schüler beim schriftlichen Abitur an G9-Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen im Januar

    „Derzeit sind wir in der Gesellschaft und mehr noch an den Schulen weiterhin im Blindflug unterwegs, was die Omikron-Variante betrifft. Nach wie vor werden an den Schulen fast ausschließlich die Ungeimpften getestet, so dass wir gerade in der Oberstufe, und das so kurz vor dem Abitur, kein verlässliches Bild der pandemischen Lage haben“, stellt Cornelia Schwartz, die Landesvorsitzende des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, fest. „Als Philologenverband warnen wir daher noch einmal eindringlich vor erheblichen Beeinträchtigungen für Lehrer und Schüler beim schriftlichen Abitur, das an G9-Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen seit 2002 im Januar stattfindet.“ Aus diesem Grund wendet sich der Philologenverband mit der brisanten Situation entsprechenden Forderungen an die Öffentlichkeit.

    „Leider hat die Bildungspolitik nicht auf uns gehört, sondern sich in den vergangenen zwei Abiturphasen in ihrem waghalsigen Kurs bestätigt gefühlt, da die Abiturprüfungen gerade noch durchführt werden konnten. Das Resultat: Wir stehen vor derselben Zitterpartie wie im letzten Jahr und müssen die Klausuren wieder im Winter schreiben. Für die Prüflinge allerdings wäre es fatal, wenn nun eine Infektion mit Corona dazwischenkäme. Die Pflicht zur Absonderung bei einer Infektion würde bedeuten, dass alle folgenden Abiturklausuren verpasst werden. Dies würde in den sowieso sehr engen Zeitplan noch mehr Druck für die Abiturientinnen und Abiturienten hineinbringen, und im März folgen dann schon die mündlichen Prüfungen. Zur Vorbereitung auf die normalerweise ein bis zwei mündlichen Prüfungen benötigen unsere Schülerinnen und Schüler aber auch noch genügend Zeit! Unter den derzeitigen Bedingungen war es daher der einzig mögliche Schritt, wie vom Philologenverband im letzten Jahr gefordert, die Abstände bei den Klausuren deutlich zu vergrößern und eine konsequente Maskenpflicht einzuführen.“

    Angesichts einer sehr viel ansteckenderen Covid-Variante wiederholen wir unsere Forderungen an die Politik bezüglich des Abiturs an allen G9-Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen:

    • Rheinland-Pfalz sollte so schnell wie möglich an allen G9-Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen wieder zum Abitur im Sommer, so wie das in allen anderen Bundesländern auch der Fall ist, zurückkehren. Infektionswellen treffen uns in jedem Winter, so dass die Klausurenphase hier äußerst ungünstig liegt.
    • FFP2-Masken müssen für alle an Schule Beteiligten bereitgestellt werden.
    • Selbsttests auf das Corona-Virus dürfen nun nicht mehr nur Ungeimpften vorbehalten bleiben – das ist Sparen an der falschen Stelle. Wenn wir während der Omikron-Welle die Schulen noch in irgendeiner Form, und sei es nur in der Notbetreuung, offenhalten wollen, dann müssen alle, auch die Geimpften, täglich die Möglichkeit haben, sich zu testen.
    • Alle verfügbaren Lehrkräfte sollten eingestellt werden, um die dringend notwendige Vertretungsreserve bereitzuhalten.
    • Noch fehlende digitale Endgeräte für Schüler- und Lehrerschaft müssen schnellstmöglich bereitgestellt werden. Es ist unzumutbar, dass Schülerinnen und Schüler während der nächsten Schulschließung teilweise ein weiteres Mal auf Smartphones als Arbeitsgeräte angewiesen sind. Dies widerspricht jeglichen Arbeitsschutzvorkehrungen, und die Gesundheit unserer Jugend sollte uns das Geld wert sein!
    • Schnelles Internet überall ist die Grundvoraussetzung dafür, um im Notfall überall auf Fernunterricht vorbereitet zu sein. Es kann nicht sein, dass weiterhin bei einzelnen Beteiligten eine Teilnahme an Videokonferenzen an der fehlenden Verfügbarkeit des Internet scheitert.
    • Weiterhin fordern wir kleinere Lerngruppen, in denen zusätzlich zum Tragen der Maske bei der wesentlich infektiöseren Omikron-Variante auch das Abstandhalten im Klassenraum möglich wäre.
    • Der Einbau funktionierender Luftfilteranlagen ist eine längerfristige Aufgabe.
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