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PhV R-P warnt vor erheblichen Beeinträchtigungen für Lehrer und Schüler beim schriftlichen Abitur an G9-Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen im Januar

    Ein Blick in andere europäische Staaten zeigt, was mit der Virusvariante Omikron demnächst auf uns zukommen dürfte. So berichtet tagesschau.de von einem schulischen Lockdown in den Niederlanden vom 20. Dezember bis mindestens 14. Januar (https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-samstag-325.html). „Man muss damit rechnen, dass ähnliche Szenarien zeitverzögert wohl auch Rheinland-Pfalz treffen werden. Als Philologenverband warnen wir daher noch einmal eindringlich vor erheblichen Beeinträchtigungen für Lehrer und Schüler beim schriftlichen Abitur an G9-Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen im Januar sowie für den Unterricht an allen Schulen“, so die Vorsitzende des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, Cornelia Schwartz.

    Angesichts einer sehr viel ansteckenderen Covid-Variante fordern wir von der Politik in Bezug auf die G9-Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen Folgendes:

    • Längst überfällig ist die Einführung entweder deutlich größerer Abstände bei den Klausuren und eine konsequente Maskenpflicht. Wir können es uns nicht leisten, einzelne Schülerinnen und Schüler oder gar Teile eines Kurses mitsamt den Lehrkräften mitten im schriftlichen Abitur in Quarantäne zu schicken! Damit wären sämtliche Abläufe des eng getakteten Zeitraumes in Gefahr. Erneut fordern wir in diesem Zusammenhang, dass Rheinland-Pfalz insgesamt wieder zum Abitur im Sommer zurückkehrt, wie das in allen anderen Bundesländern der Fall ist.
    • FFP2-Masken müssen für alle an Schule Beteiligten bereitgestellt werden.
    • Alle verfügbaren Lehrkräfte sollten eingestellt werden, um die dringend notwendige Vertretungsreserve bereitzuhalten.
    • Selbsttests auf das Corona-Virus dürfen nun nicht mehr nur Ungeimpften vorbehalten bleiben – das ist Sparen an der falschen Stelle. Wenn wir während der Omikron-Welle die Schulen noch in irgendeiner Form, und sei es nur in der Notbetreuung, offenhalten wollen, dann müssen alle, auch die Geimpften, täglich die Möglichkeit haben, sich zu testen.
    • Noch fehlende digitale Endgeräte für Schüler- und Lehrerschaft müssen schnellstmöglich bereitgestellt werden. Es ist unzumutbar, dass Schülerinnen und Schüler während der nächsten Schulschließung teilweise ein weiteres Mal auf Smartphones als Arbeitsgeräte angewiesen sind. Dies widerspricht jeglichen Arbeitsschutzvorkehrungen, und die Gesundheit unserer Jugend sollte uns das Geld wert sein!
    • Schnelles Internet überall ist die Grundvoraussetzung dafür, um im Notfall überall auf Fernunterricht vorbereitet zu sein. Es kann nicht sein, dass weiterhin bei einzelnen Beteiligten eine Teilnahme an Videokonferenzen an der fehlenden Verfügbarkeit des Internet scheitert.
    • Weiterhin fordern wir kleinere Lerngruppen, in denen zusätzlich zum Tragen der Maske bei der wesentlich infektiöseren Omikron-Variante auch das Abstandhalten im Klassenraum möglich wäre.
    • Der Einbau funktionierender Luftfilteranlagen ist eine längerfristige Aufgabe.
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