Aktuelles

PhV R-P: DPhV-Umfrage zu Klassen- und Kursgrößen belegt unmissverständlich: Lerngruppen sind weiterhin deutlich zu groß!

    In einer Umfrage im Oktober und November 2021 auch unter Beteiligung von Kolleginnen und Kollegen aus Rheinland-Pfalz hatte der Deutsche Philologenverband ermittelt, dass in vielen Fällen Lerngruppen in der Sekundarstufe I und II weiterhin deutlich zu groß sind. Ca. 70 Prozent von knapp 7.000 Lehrkräften im gesamten Bundesgebiet gaben an, dass ihre größte Klasse in der Sekundarstufe I über 27 Schülerinnen und Schüler umfasse; die höchste Kursgröße in der Sekundarstufe II gaben knapp 40 Prozent der Lehrkräfte mit über 24 Schülerinnen und Schülern an.

    „Aus Rheinland-Pfalz wissen wir aus Rückmeldungen von Lehrkräften, dass es regelmäßig nicht nur Kurse über 24, sondern auch über 30 Schülerinnen und Schülern gibt“, so die Vorsitzende des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, Cornelia Schwartz zu den Größen der Lerngruppen. „Im Jahr 2011 hatte die damalige Bildungsministerin Doris Ahnen zugesagt, die Klassenmesszahlen in der Orientierungsstufe auch an Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen auf 25 zu senken. Die Einlösung dieses Versprechens, das damals nach den Landtagswahlen zwar ausgesetzt, aber nie offiziell zurückgenommen wurde, fordern wir seit Jahren ein – ebenso wie konsequenterweise die Fortführung für die Mittelstufenklassen. Gerade jetzt in Corona-Zeiten würden uns kleinere Klassen zur Bewältigung der Krise enorm helfen.“

    Schwartz weiter: „In den Oberstufen brauchen wir ebenfalls eine höhere Lehrerwochenstundenzuweisung, damit auch hier die Kursgrößen in allen Fächern akzeptabel bleiben. Die Höchstzahl hier sollte bei 20 Schülerinnen und Schülern liegen. Dabei ist selbstverständlich bei der Bemessung der Lehrerwochenstundenzuweisung darauf zu achten, dass auch kleinere Kurse in weniger häufig gewählten Fächern stattfinden können – dies darf aber nicht, wie bisher, dadurch erkauft werden, dass andere Kurse aus allen Nähten platzen! Wir brauchen auch hier dringend mehr Bildungsgerechtigkeit!“

    Nach oben