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Philologenverband Rheinland-Pfalz erklärt sich solidarisch mit der Schulgemeinschaft des traditionsreichen Gymnasiums Nonnenwerth: Muss eine Schule mit Zukunft bleiben

    Während bei der Auftaktveranstaltung zur „Schule der Zukunft“, an der am 12.11.2021 Ministerpräsidentin Dreyer und Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig in der „Alten Lokhalle“ in Mainz teilnahmen, wortreich über Schulen, die Leuchttürme sein können, gesprochen wurde, wurde am selben Tag die Öffentlichkeit darüber informiert, dass einer der traditionsreichen Leuchttürme in der Bildungslandschaft des nördlichen Rheinland-Pfalz, das Gymnasium Nonnenwerth, zum Einsturz gebracht werden soll. Der Philologenverband Rheinland-Pfalz lehnt die Schließungspläne des amerikanischen Investors Peter Soliman, der die Insel Nonnenwerth vor etwas mehr als einem Jahr mit der Absichtserklärung, die Schule fortzuführen, gekauft hatte, kategorisch ab und erklärt sich solidarisch mit Lehrerinnen, Lehrern, Schülerinnen, Schülern und Eltern, die um den Fortbestand ihrer Bildungsanstalt bangen.

    „Es darf nicht sein“, so Landesvorsitzende Cornelia Schwartz, „dass unter dem Druck von Renditeerwartungen etablierte und über die Region hinaus profilierte Gymnasien geschlossen werden und Schülerinnen, Schüler, aber auch Lehrkräfte die Leidtragenden entsprechender Finanzspekulationen sind.“ Der Philologenverband Rheinland-Pfalz fordert daher einen Runden Tisch, an dem Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter, aber auch Beauftragte der betroffenen Kommunen, der ADD, des Bildungsministeriums bzw. der Staatskanzlei sowie der Besitzer der Insel Nonnenwerth nach einer guten Lösung für die gymnasiale Bildung auf Nonnenwerth suchen. Damit sich Zitterpartien wie die derzeitige in Zukunft nicht wiederholen, dringt der Philologenverband Rheinland-Pfalz darauf, dass die Landesregierung zügig einen Bildungsfonds einrichtet, aus dessen Vermögen die Trägerschaft von in den nächsten Jahren zum Verkauf stehenden privaten Schulen finanziert werden kann.

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