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hphv: Großzügiges ministerielles Zugeständnis für die Herbstferien

Unverständliche Äußerungen des Hessischen Kultusministeriums zum Einsatz der Schüler-Testhefte in den Herbstferien

Das Kultusministerium attestiert der hessischen Schülerschaft eine Corona-Infektionslosigkeit für die Herbstferien, indem es die schulischen Antigen-Selbsttests, die bis dahin regelmäßig gemäß den Hygienekonzepten der Schulen durchgeführt und dokumentiert wurden, für den kompletten Zeitraum der Herbstferien als „aktuellen“ Negativnachweis gelten lässt. Für diese Zeit werden folglich keine weiteren Testungen erwartet, um an Veranstaltungen nach der 3G-Regel – etwa Kino- oder Restaurantbesuch – teilnehmen zu können.  „Wie kann das Ministerium davon ausgehen, dass nach wöchentlich zweimaliger Testung plötzlich für zwei Wochen ein Infektionsschutz gewährleistet ist? Wiegt man hier Eltern mit ihren Kindern nicht in einer trügerischen Sicherheit?“, fragt Reinhard Schwab, der Landesvorsitzende des Hessischen Philologenverbandes.

Mit dieser Vorgabe des HKM unterbleibt höchstwahrscheinlich in den Ferien eine regelmäßige Aktualisierung der Schüler-Testhefte; mit diesem kann sich ein Schüler aber weiterhin als negativ getestet ausweisen. Das ist ein Bärendienst, den das Kultusministerium der Gesellschaft und speziell den Schulen leistet. „Vom Ministerium sollte man erwarten können, dass es durch Konsequenz eine Verschärfung der Pandemiesituation verhindern hilft“, resümiert Schwab und fragt: „ Wären nicht kostenfreie Tests für Schüler in den Ferien sinnvoller?“. Es stellt sich die Frage, welche Konsequenzen dieser „Freibrief“ für eine mögliche nächste Corona-Welle im Herbst und Winter hat?

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