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bpv: Verdiente Ferien – die Unsicherheit bleibt

“Schüler, Eltern, Schulleitungen und Lehrkräfte, alle haben sich die Ferien redlich verdient. Das letzte Schuljahr war das herausforderndste seit Jahrzehnten. Umso wichtiger ist es jetzt, sich zu erholen, Kraft zu tanken und schulische Belange auch einmal hintanzustellen”, meint der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes Michael Schwägerl. Beim Blick auf die heute vergebenen Zeugnisse rät er, die Noten vor allem als Wegweiser zu verstehen: “In allen Fächern ergibt sich zum Ende des Jahres kein vollständiges Notenbild, manchmal wurde zum Beispiel nur eine Schulaufgabe geschrieben. Daher sollte man das diesjährige Zeugnis nicht überbewerten. Andererseits kann das Zeugnis aber auch Anlass für Lob und Anerkennung der Schüler sein angesichts der widrigen Umstände im vergangenen Schuljahr.”

Gesundheitsschutz verstärken

Damit das neue Schuljahr besser wird, ist Gesundheitsschutz verstärken das Thema. Die bpv-Umfrage von Mitte Juli mit 2000 Teilnehmern offenbarte auch, dass sich ein großer Teil der Lehrkräfte (über 40 Prozent) mit den aktuell umgesetzten Infektionsschutzmaßnahmen nicht sicher fühlt. Schwägerl erklärt: „Die gemeinsame Forderung mehrerer bayerischer Lehrerverbände ist klar: Wir brauchen einen verpflichtenden PCR-Test für alle Mitglieder der Schulfamilie vor dem Schulstart im Herbst, damit dieser unbelastet sein kann. Der Aufruf des Ministers sich freiwillig vor Schulbeginn testen zu lassen ist gut, aber zu wenig. Wir begrüßen jedoch die von der Politik neben dem Testen angekündigte Maskenpflicht in den ersten Schulwochen im Herbst, da so das Risiko einer Ansteckung deutlich verringert werden kann.”

Anschaffung von Raumluftreinigern forcieren

Die als flankierende Maßnahme für die Minimierung des Infektionsrisikos und die Maximierung des Präsenzbetriebs von der Politik angekündigten Raumluftreiniger lassen derweil auf sich warten, obwohl sich nur gut 30 Prozent der Lehrerschaft mit den Möglichkeiten des Luftaustausches an ihrer Schule zufrieden zeigen. „Die Lage erscheint unübersichtlich: Während einige Schul-Sachaufwandsträger bereits mit dem Einbau der Geräte an den Schulen begonnen oder sie zumindest geordert haben, wird mancherorts noch über Sinn und Unsinn oder die Lärmbelästigung im Klassenzimmer durch die Anlagen diskutiert. Es muss allen Beteiligten klar sein, dass die Leidtragenden der Verzögerungen letztendlich die bayerischen Schülerinnen und Schüler sein werden. Wir sollten uns im Herbst nicht vorwerfen lassen müssen, nicht alles für die Sicherung des Präsenzunterrichts getan zu haben, wenn wieder Wechsel- oder sogar Distanzunterricht ansteht”, mahnt Schwägerl an.

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