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Zur Diskussion um eine Impfpflicht für Lehrkräfte: PhV R-P warnt vor einer Scheindebatte

Die augenblickliche Diskussion um eine Impfpflicht für Lehrkräfte kommentiert die Landesvorsitzende des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, Cornelia Schwartz, folgendermaßen: „Eine Impfpflicht für Lehrkräfte wird Deutschland nicht durch den Winter retten, um es mal ganz klar zu sagen. Es gibt zwar immer noch Lehrkräfte, vor allem Lehrkräfte über 60 Jahre, die weiterhin auf ihre zweite Impfung warten. Nach unserem Eindruck ist aber ein Großteil der Lehrkräfte sowieso bereits vollständig geimpft, von daher wird der Effekt einer Impfpflicht in dieser Bevölkerungsgruppe einfach nur verpuffen. Die Diskussion um eine Impfpflicht für Lehrkräfte wird uns jetzt nicht viel weiterhelfen. Wir müssen uns einfach klarmachen, dass wir generell in der Bevölkerung eine sehr viel höhere Zahl an Geimpften benötigen, um eine Herdenimmunität sicherzustellen, nicht nur unter Lehrkräften, sondern auch unter Eltern und allen anderen.“

Die aktuelle Diskussion um eine Impfpflicht bewirkt also wenig Positives. Es gilt vielmehr, insgesamt stärkere Anreize für eine Impfung zu setzen. „Für uns als Philologenverband war ein Impfangebot für Lehrkräfte die Voraussetzung dafür, dass Präsenzunterricht stattfinden kann. Dies haben wir weitestgehend erreicht“, so Schwartz. „Wir müssen nun schauen, dass wir, notfalls auch unterstützt durch weitere Corona-Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht, Testungen, Luftfilteranlagen etc., im neuen Schuljahr den Schulbetrieb möglichst ungestört aufrechterhalten können. Wie gesagt, wäre es aber wichtig, dass nun verstärkt innerhalb der gesamten Bevölkerung wirkungsvolle Impfanreize gesetzt werden.“

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