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PhV S-H: Corona-Schülertestungen in Schulen nur unter der Aufsicht geimpfter Lehrkräfte! – Jens Finger: Hamburg zeigt uns, dass es geht!

Die Unzufriedenheit und die Sorge von Lehrkräften weiterführender Schulen nehmen zu.

Grund sind die zweimal wöchentlich angeordneten Schülertestungen, die von Lehrerinnen und Lehrern beaufsichtigt werden müssen, ohne dass diese selber bislang ein Impfangebot des Landes Schleswig-Holstein erhalten haben. Auch wenn erfreulicherweise die allermeisten Schülertestungen ein negatives Ergebnis zeigten und Schulen nicht unbedingt als Infektionsherde bezeichnet werden können, sieht der Philologenverband Schleswig-Holstein einen deutlichen Vertrauensverlust bei Lehrerinnen und Lehrern. „Wir sehen nicht ein, dass wir – anders als Lehrkräfte an Grundschulen – bislang keine Impfangebote erhalten haben, wohl aber als medizinische Pseudo-Hilfskräfte herhalten müssen, wenn es um Testaktionen an unseren Schulen geht, die eigentlich in die Bereiche der Ärzte und Apotheken bzw. in die Elternhäuser gehören“, so Jens Finger, der Gesundheitsminister Heiner Garg und Bildungsministerin Karin Prien nachdrücklich aufforderte, das Konzept der Landesregierung für Impfpriorisierungen der Realität an den Schulen anzupassen.

Besonderes Unverständnis erzeugten Informationen aus den südlichen Kreisen des Landes, die an die Freie und Hansestadt Hamburg grenzen: Danach werden Lehrkräfte, die an schleswig-holsteinischen Schulen arbeiten, aber auf Hamburger Gebiet wohnen, ohne Schwierigkeiten in der Hansestadt geimpft. „Da unterrichten geimpfte 30-jährige Lehrkräfte im Gefühl subjektiver Sicherheit an holsteinischen Schulen, während 60-jährige an derselben Schule noch keine Aussicht auf schnelle Impfung haben“, erklärte Finger, der außerdem darauf hinwies, dass immer mehr Bundesländer Lehrkräfte aller Schularten in die Gruppe priorisiert zu Impfender einbezögen. „Schleswig-Holstein muss sich entscheiden – für die Fürsorgepflicht gegenüber seinen Lehrkräften!“ schloss Finger.

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