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PhV R-P warnt: Schulöffnung steht erneut auf dem Spiel – jetzt konsequent handeln!

„Wir befinden uns wieder in der gleichen Situation wie vor den Herbstferien: Die rheinland-pfälzische Landesregierung scheint sich des Ernstes der aktuellen Situation nicht bewusst zu sein“, so die Landesvorsitzende des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, Cornelia Schwartz. „Wenn wir die Schulöffnung nicht komplett aufs Spiel setzen wollen, müssen wir die folgenden Maßnahmen konsequent umsetzen. Schon 8 von 36 rheinland-pfälzischen Landkreisen und Städten lagen am 17. März über dem Inzidenzwert von 100.“

  • Wir fordern Schnelltests für Lehrer- und Schülerschaft mehrmals pro Woche ab sofort, da die Einhaltung der AHA-Regeln nicht ausreicht.

Wenn bis Anfang nächster Woche an den Schulen weder medizinisches Fachpersonal noch entsprechende Räume zur Verfügung stehen, müssen ein Demonstrationsvideo (möglichst in mehreren Sprachen) und Schnelltests in entsprechender Anzahl zur Verfügung gestellt werden, damit Schnelltests auch sicher zu Hause durchgeführt werden können.

  1. Wir fordern konsequentes Handeln in Hotspots: Die Landesregierung agiert hier viel zu zögerlich und schreibt: „Im Falle von Inzidenzwerten über 100 in einzelnen Landkreisen oder Städten werden die örtlichen Gesundheitsämter gemeinsam mit der Schulaufsicht die Entscheidung über die weiteren Öffnungsschritte begleiten“ (https://corona.rlp.de/de/themen/schulen-kitas/schule-allgemein/). Vor Weihnachten mussten wir erleben, dass diese Strategie schiefgeht, daher müssen wir nun die schmerzlichen Lehren aus vergangenen Fehlern ziehen: Bei Inzidenzwerten über 100 in einzelnen Landkreisen müssen Kitas geschlossen und die Schulen wieder in den Fernunterricht gehen. Alles andere ist nicht mehr verantwortbar, wenn die Gefahrenlage nicht wieder aus dem Ruder laufen und in mehrmonatigen Schulschließungen enden soll.
  2. Wir müssen uns vom Mantra, Kinder seien nicht die „Treiber der Pandemie“ verabschieden. Kinder leisten sehr wohl ihren Beitrag zum Infektionsgeschehen, daher müssen offene Flanken bei der Prävention nachhaltiger geschlossen werden: Weil an Kitas viele AHA-Regeln (Abstandhalten und das Tragen von Masken) zumindest von den Kindern nicht befolgt werden können, fordert der Philologenverband tägliche Schnelltests für Kinder und Personal. Ansonsten wird das Virus weiter über die Kleinsten in die Familien, die Schulen und letztlich die ganze Gesellschaft hineingetragen.
  3. An den Schulen müssen Ausnahmen von der Maskenpflicht deutlich restriktiver gehandhabt werden, als dies derzeit der Fall ist: In der aktuellen Lage scheint es nicht geraten, die Masken abzunehmen, wenn man sich gleichzeitig mit anderen in einem Raum aufhält. Der Hygieneplan des Bildungsministeriums ist viel zu weich formuliert und bietet für die derzeitige Lage zu wenig Schutz.
  4. Wir fordern zügige Impfungen für alle Lehrkräfte.
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