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PhVN: Weitere Schulöffnungen nur bei Ausweitung der Test- und Impfangebote, Nachholbedarf bei der Personalrekrutierung & Mehrbelastungen abbauen

Verbandsvorsitzender Horst Audritz zu den angekündigten weiteren Schulöffnungen und den Mehrbelastungen:

„Ab dem 15. März werden die Schulen weiter geöffnet. Die Schuljahrgänge 5 bis 7, der Jahrgang 12, und weitere Förderschulgruppen und Schüler der berufsbildenden Schulen besuchen wieder die Schulen im Wechselmodell nach Szenario B, also im Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht.

Das geschieht unabhängig davon, ob in den Schulen nach über drei Monaten Lockdown die Corona-Schutzmaßnahmen entscheidend verbessert worden sind. Noch immer mangelt es trotz kleiner Fortschritte an ausreichendem Hygieneschutz wie z.B. FFP2-Masken für alle, noch immer mangelt es an ausreichend Testungen für alle, ganz zu schweigen von den katastrophalen Rückständen beim Impfen.

Wenn Schule dauerhaft geöffnet werden soll, dann bedarf es eines erheblich gesteigerten Kraftaktes beim Gesundheitsschutz, um Fortschritte bei der Bekämpfung der Pandemie nicht zu gefährden:

  • Ergänzung der Lüftungsregelungen durch technische Geräte zur Beseitigung der Virenlast,
  • zügiges Impfen aller Lehrkräfte und Schüler, zuvorderst derjenigen im Präsenzunterricht,
  • begleitende ständige, regelmäßige Tests für alle Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte,
  • eine ständige Kontrolle der örtlichen schulischen Verhältnisse und
  • eine wissenschaftliche Begleitung der Schulöffnungen.

Die Schulöffnungen im Wechselunterricht bringen erhebliche Mehrbelastungen der Lehrkräfte mit sich, denen durch Entlastungsmaßnahmen an anderer Stelle Rechnung getragen werden muss. Mit der Arbeitszeit darf nicht willkürlich umgegangen werden. Auch in Pandemiezeiten gelten die Arbeitsschutzgesetze und erst recht die Erkenntnisse aus den Arbeitszeituntersuchungen vor der Corona-Krise (wo schon Mehrarbeit in bedeutendem Umfang festgestellt wurde)!

Wir brauchen mehr und gesunde Lehrkräfte, um Unterricht überhaupt aufrechterhalten zu können. Überfor-derung schadet deshalb besonders den Schülerinnen und Schülern.“

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