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PhV NW zu den gestrigen Schulöffnungen

Eine gemischte Bilanz zieht der Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen (PhV NW) nach den ersten Rückmeldungen zum gestrigen ersten Schultag nach dem Lockdown. „Die Freude über die Rückkehr in den Präsenzunterricht war vielerorts überschattet von der Sorge um die eigene Gesundheit“, erklärt die Landesvorsitzende Sabine Mistler. „Leider sehen wir uns in unseren Befürchtungen bestätigt, dass Abstandsregeln beim Unterricht in voller Klassenstärke nicht eingehalten werden. Kinder und Jugendliche können aber nur erfolgreich lernen und Lehrkräfte unterrichten, wenn sie sich im Präsenzunterricht auch sicher fühlen können. Hierzu müssen die allgemein akzeptierten Maßnahmen des Gesundheitsschutzes, also die AHA-L-Regeln, gerade in der jetzigen Phase der Pandemie, umfassend gewährleistet werden. Schließlich dürfen wir die erzielten Erfolge bei der Eindämmung der Pandemie nicht aufs Spiel setzen“, so Sabine Mistler. Sie verweist auf eine neue Studie der TU Berlin, wonach das Risiko, sich im Präsenzunterricht in vollen Lerngruppen anzustecken, auch bei Tragen einer Maske um ein Mehrfaches höher sei als beispielsweise in Supermärkten, Großraumbüros, Theatern oder Kinos.

In der Debatte um ein schnellstmögliches Impfangebot für Lehrkräfte begrüßt der PhV NW die gestrige Entscheidung der Gesundheitsminister, kritisiert jedoch die geplante Ungleichbehandlung der Schulformen. „Grundschulen arbeiten generell im Wechselmodell, bei den Abschlussklassen der weiterführenden Schulen ist hingegen Unterricht mit bis zu voller Klassenstärke möglich. Dass der Gesetzgeber gleichwohl die Lehrkräfte an Grundschulen höher priorisieren möchte, ist durchaus geeignet, Zweifel an der inneren Logik der Vorgehensweise auszulösen. Aus unserer Sicht sollten alle im Präsenzunterricht eingesetzten Lehrkräfte gleich behandelt werden“, sagt Sabine Mistler abschließend.

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