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PhV S-H fordert Rückkehr zum zweijährigen Referendariat – Jens Finger: Corona Lockdown muss allen die Augen öffnen

Der Corona-Lockdown bringt erhebliche Nachteile für die Lehramtsreferendare mit sich. Auf diesen Umstand macht der Philologenverband Schleswig-Holstein aufmerksam. „Die gegenwärtige Pandemie hat sehr unerfreuliche Auswirkungen auf die Ausbildung unseres Lehrernachwuchses“, stellte der Vorsitzende des Phv, Jens Finger, fest. Er nannte gleich drei Beispiele:

Erstens haben die Referendarinnen und Referendare derzeit so gut wie keine Möglichkeit, bei ihren beiden schulischen Mentoren zu hospitieren und deren Unterricht gemeinsam zu besprechen.

Zum Anderen vermissen die Referendarinnen und Referendare die persönliche Begegnung und den notwendigen Austausch mit ihren jungen Kolleginnen und Kollegen, da gegenwärtig auch die regelmäßigen Modul-Treffen am Mittwoch ausfallen müssen. „Online-Kontakte können diese persönlichen Begegnungen mit Fachleiterinnen und Fachleitern sowie die Gespräche innerhalb der Referendarsgruppe nicht oder nur sehr unzureichend ersetzen“, betonte Finger.

Schließlich hätten auch die jüngsten Examina unter sehr erschwerten Bedingungen stattgefunden. Den Referendaren sei am Ende ihrer Ausbildung zugemutet worden, Unterrichtsstunden (Lehrproben) ohne Klassen oder Kurse durchzuführen, – für den Philologenverband eine groteske Situation, so Finger.

Auch wenn weder der Landtag noch die Bildungsministerin für die beschriebene Situation verantwortlich gemacht werden könnten, so zeige diese spätestens die Notwendigkeit einer sofortigen Rückkehr zur zweijährigen Referendarausbildung in Schleswig-Holstein. Diese zentrale Forderung richtet der Philologenverband an Landesregierung und Bildungsministerin.

„Nur so kann die bundesweite anerkannte Qualität der schleswig-holsteinischen Lehrerausbildung dauerhaft erhalten bleiben!“ schloss Finger.

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