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PhVN begrüßt verstärkte Pandemiebekämpfung: Kontaktbeschränkungen in den Schulen konsequent umsetzen – Zusätzliche Belastungen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte vermeiden

Der Philologenverband Niedersachsen stimmt angesichts der beängstigenden Entwicklung des Infektionsgeschehens erweiterten Kontaktbeschränkungen in den Schulen zu.

„Schulen als isolierte Inseln zu betrachten, die mit der Ausbreitung des Virus nicht viel zu tun haben, hat sich als verhängnisvoll erwiesen, zumal Hygienemaßnahmen nur eingeschränkt gewirkt haben. Es wird zu wenig getestet, es fehlt eine ausreichende Ausstattung mit FFP2-Schutzmasken, es mangelt an effektiven Lüftungsanlagen“, so der Verbandsvorsitzende Horst Audritz. Es wäre unter diesen Umständen unverantwortlich, auf das Prinzip Hoffnung zu setzen.

Der Kultusminister habe erkannt, dass es bei einer Fortsetzung des bundesweiten Lockdowns nicht bei den Schritten zur Fortführung des Unterrichts bleiben könne, die vor der Weihnachtspause geplant waren. Die Planung müsse Lockdown-konform angepasst werden. Audritz weiter: „Das Virus lässt sich nur durch striktere Kontaktreduzierungen auch in den Schulen eindämmen. Die Fehler wie die zu schnelle Rückkehr in den Regelunterricht nach der ersten Infektionswelle dürfen sich nicht wiederholen“.

Das Virus kenne keine Ferien, keine Schulgrenzen und keine Altersgrenzen, es kenne nur Opfer, besonders vor dem Hintergrund einer gerade für jüngere Kinder höchst gefährlichen Mutation des Virus aus Großbritannien. „Was wir in dieser Situation brauchen, sind entschlossene, tiefgreifende Kontaktreduzierungen, die auch die Schulen betreffen, also eine Ausweitung des Distanzunterrichts bei der Verlängerung des allgemeinen Lockdowns, um die Inzidenzwerte so weit zu drücken, dass Präsenzunterricht überhaupt wieder verantwortbar möglich wird. Sicherheit und Gesundheitsschutz müssen absolute Priorität haben“, so Audritz. Notbetreuung und besondere Fördermaßnahmen vorzuhalten sowie die Sicherung der Qualität der Abschlüsse, seien dabei eine zwingende Bedingung.

Abschließend betont Audritz: „Nun müssen die Weichen für die nächsten Monate gestellt werden. Die Pandemiebekämpfung bedarf klarerer und schneller greifender Maßnahmen für konsequente Wechsel in verschiedene Unterrichtsszenarien, gekoppelt an die Vorschläge des Robert-Koch-Instituts. Es geht darum, so möglichst schnell wieder Präsenzunterricht im Regelbetrieb möglich zu machen und die zusätzlichen Belastungen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte möglichst gering zu halten. Es muss auch dafür Sorge getragen werden, dass die Pandemie nicht zusätzlich Bildungsgewinner und Bildungsverlierer hervorbringt.“

Vor allem dürfe es bei der noch unzureichend umgesetzten Digitalisierung nicht zu einer Bildungsschere kommen. Das Kultusministerium muss hier endlich den Turbo einschalten, damit Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte entsprechend ausgestattet sind, Material didaktisch für den digitalen Unterricht aufbereitet wird und auch zusätzliches Personal wie beispielsweise Administratoren an den Schulen diesen Prozess begleiten. „Wenn wir es jetzt nicht schaffen, dann sehe ich auch in Zukunft schwarz!”

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