Tarifpolitik

09.02.2012

Tarifverhandlungen 2012 für den Tarifbereich Bund und Kommune unter dem Wahlkampfmotto „Starkes Land – Faire Löhne“

Am 09.Februar 2012 fand in Berlin die Forderungsfindung der dbb Tarifunion für die mehr als 2,2 Millionen Bediensteten des Öffentlichen Dienstes im Bund und den Kommunen für die am 01. März beginnenden Tarifgespräche statt. Aufgrund der durchaus verbesserten gesamtwirtschaftlichen Lage kamen die Delegierten der Mitgliedsgewerkschaften zum einstimmigen Ergebnis, eine Erhöhung von 6,5 %, aber mindestens 200 Euro als Sockelbetrag bei einer Laufzeit von 12 Monaten zu fordern.

Des Weiteren einigte man sich auf die Forderung einer Erhöhung der Vergütung bei den Auszubildenden um 100 Euro, einen zusätzlichen Fahrtkostenzuschuss sowie die garantierte Übernahme ins Dauerarbeitsverhältnis. Eine inhalts- und zeitgleiche Übertragung für Beamte wird ebenso angestrebt. Der am 29. Februar auslaufende Tarifvertrag macht eine neue Regelung nötig.

„Starke Tour quer durch Deutschland“

Um bei der gesamten Bevölkerung und den Beschäftigten für breite Akzeptanz und Unterstützung zu plädieren, führt der dbb eine besondere Kampagne durch: Eine „Trucktour“ quer durch die gesamte Republik, um an vielen öffentlichen Plätzen für die Anliegen der im Öffentlichen Dienst Beschäftigten zu werben. "Mit der „starken Tour“ will der dbb frühzeitig informieren, mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und Aktionsbereitschaft signalisieren", so Jörg Bohmann.

Mit dem Wahlkampfmotto „Starkes Land – Faire Löhne“ tourt der auffällige, magentafarbene Truck prall gefüllt mit Informationsmaterial und vielen geplanten Aktionen vor Ort von Berlin (17.02.) über Kiel (20.02.), Braunschweig (21.02.), Bielefeld (22.02.), Bonn (23.02.), Koblenz (24.02.), Mannheim (27.02.), Nürnberg (28.02.), Erfurt (29.02.) zurück nach Potsdam, wo er pünktlich zur ersten Verhandlungsrunde am 01. März erwartet wird, die auch in diesem Jahr zusammen mit Verdi geführt wird. Angesetzt sind drei Verhandlungsrunden, so dass hoffentlich Ende März mit einem für alle Beteiligten tragfähigen Kompromiss gerechnet werden kann.

Von: Presse DPhV