DPhV Berufspolitik

Der Deutsche Philologenverband vertritt die bildungs- und berufspolitischen Interessen seiner Mitglieder.

>> zu den Positionspapieren

DPHV fordert Rechtssicherheit bei der Organisation, Durchführung und Finanzierung von Schulfahrten

Volle Kostenübernahme bei Klassenfahrten für die begleitenden Kollegen

von Dr. Thomas Knoblauch

Klassen- und Kursfahrten, Schüleraustausche und Exkursionen sind ein integraler Bestandteil gymnasialer Bildung. Deshalb ist es unerlässlich, dass dafür Sorge getragen wird, dass zum einen kein Kollege aus seinem privaten Vermögen solche Fahrten mitfinanzieren muss und zum anderen, dass die Verwaltung der zur Durchführung benötigten Finanzmittel in einem juristisch nicht angreifbaren Rahmen möglich ist.

Den vollständigen Artikel aus Profil 12/2019 finden Sie hier.

Große Herausforderungen für den Berufspolitischen Ausschuss

von Steffen Pabst und Dr. Thomas Knoblauch

Vielfältige Themen standen auf der Tagesordnung des Berufspolitischen Ausschusses des Deutschen Philologenverbandes, der sich am Anfang September in Göttingen zu seiner Herbsttagung getroffen hat. Thomas Knoblauch, der den Ausschuss leitete, führte in seiner Begrüßung aus, dass immer mehr berufspolitische Themen in den Fokus rücken, da die Dienstherren bzw. Arbeitgeber in einzelnen Ländern dieser Problematik zu wenig Aufmerksamkeit schenken. So standen in der Sitzung Themen wie Klassenfahrten, Beförderungen, Cybermobbing, Besoldung und Rente auf der Agenda.

Den ausführlichen Bericht aus Profil 10/2019 finden Sie hier.

Berufspolitik in Zeiten der Digitalisierung

In der Frühjahrssitzung des berufspolitischen Ausschusses (BRA) des Deutschen Philologenverbandes Ende März 2019 in Königswinter bei Bonn standen die Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung im Schulbereich im Fokus. Der Umgang mit den in diesem Zusammenhang erhobenen Daten und wie es gelingt, den Datenschutz zu gewährleisten, waren zentrales Anliegen bei der Diskussion dieser Thematik auf der Tagung des BRA. Als Ergebnis wurden Forderungen und Empfehlungen erstellt, um im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung die Persönlichkeitsrechte der Gymnasiallehrkräfte zu wahren.    

Das Problem des Cyber-Mobbings  

Dr. Thomas Knoblauch, der Vorsitzende des BRA, forderte in diesem Zusammenhang eine frühzeitige Einbeziehung der Personalräte aller Ebenen. Durch die Änderungen in den arbeitsorganisatorischen Abläufen und bei der Einführung von neuen Kommunikations- und Erfassungssystemen werden grundlegende Rechte der Beschäftigten berührt, die es zu schützen gilt. Wie notwendig die Auseinandersetzung mit dieser Problematik ist, zeigte Markus Gretzschel in seinen Ausführungen zum Cyber-Mobbing auf.

Den ausführlichen Bericht aus Profil 05/2019 finden Sie hier.

Quer- und Seiteneinsteigerprogramme der Bundesländer auf das notwendige Maß begrenzen

Neben den Berichten aus den 16 Bundesländern standen auch dieses Mal wieder einige Positionspapiere des BRA zur Verabschiedung auf der Tagesordnung.

Unmittelbar vor der Forderungsfindung zur Entgeltrunde 2019 für die Beschäftigten im Geltungsbereich des Tarifvertrages der Länder durch den dbb hat der berufspolitische Ausschuss des DPhV Forderungen für die Tarifrunde 2019 diskutiert und anschließend formuliert. Diese sind in erster Linie eine Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung und eine Verringerung des Abstandes im Einkommen zu den Beschäftigten im Bund und bei den Kommunen. Darüber hinaus fordert der DPhV unter anderem die stufengleiche Höhergruppierung, wie sie im Bund und in den Kommunen seit einigen Jahren durchgeführt wird. Mit Forderung der Einführung einer EG 16 für Schulleitungen analog zur A16 sieht der BRA einen weiteren Schritt zur Vollendung der Paralleltabelle im Lehrkräftebereich und zur Stärkung des Tarifbereiches.

Hier finden Sie den ausführlichen Bericht aus Profil 10/2018.

Gesundheitssystem vor dem Kollaps?

Es hört sich doch gut an: Alle zahlen in eine einheitliche Krankenversicherung ein und die Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind in Form einer Versicherung für alle – der Bürgerversicherung – gelöst.

Gegenwärtige und zukünftige Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung

Der demografische Wandel macht zunehmend der GKV zu schaffen. Der Anteil von älteren Versicherten im Rentenalter nimmt stetig zu. Das Rentenniveau lag 2017 bei 45 Prozent des durchschnittlichen Bruttoeinkommens der abhängig Beschäftigten. Die GKV ist ein Solidarsystem, in das die Krankenversicherten ihren Beitrag entsprechend des Einkommens prozentual leisten. Rentnerinnen und Rentner zahlen nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben somit erheblich geringere Beiträge zur GKV.

Lesen Sie hier den Beitrag aus Profil 9/2018 weiter.

Lehrkräfte müssen Beamte sein

Diese Nachricht erreichte den Berufspolitischen Ausschuss (BRA) während seiner Frühjahrstagung 2018 in Königswinter. Es war kein Zufall, dass Dr. Thomas Knoblauch bei seiner ersten Tagung als neuer Vorsitzender des BRA Fragen des Beamtenrechts als Schwerpunkt gesetzt hatte. Aktueller Anlass war die Klage von vier der GEW angehörenden verbeamteten Lehrkraft gegen das Streikverbot, die jetzt vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt wird.

Der Beamtenstatus sichert die „pädagogische Verantwortung“ der Lehrkräfte
Mit Sachsen verbeamtet jetzt ein Bundesland, dass bisher alle Lehrkräfte nur als Tarifbeschäftigte in den Schuldienst eingestellt hatte. Nur Schulleitungen wurden bisher verbeamtet, sofern sie nicht die Altersgrenze dafür überschritten hatten. Da bei der Bestellung von Schulleiterinnen und Schulleitern diese oft die Altersgrenze überschritten hatten, ist der Anteil der Beschäftigung als Arbeitnehmer in dieser Personengruppe gestiegen. Für diesen Paradigmenwechsel im Freistaat Sachsen gibt es gute Gründe. Nur der Beamtenstatus sichert die Unabhängigkeit und somit die sogenannte „pädagogische Verantwortung“ der Lehrkräfte. Diese Unabhängigkeit ist historisch gesehen ein wichtiges Gut. Der Beamte ist eben nicht einer Partei oder einer bestimmten Regierung verpflichtet; er ist der Verfassung, die demokratisch legitimiert ist, verpflichtet. Gerade diese Unabhängigkeit ist für viele junge Lehramtsabsolventen ein wichtiger Aspekt bei der Einstellung in den Schuldienst.

Interessiert, dann lesen Sie hier den Bericht aus Profil 4/2018 weiter.

Pauschale Beihilfe zur Flexibilisierung der Krankheitsvorsorge Einstieg in die Bürgerversicherung?

Einen ersten Schritt in eine sogenannte Bürgerversicherung hat jetzt der Hamburger Senat vollzogen. Mit dem „Gesetz über die Einführung einer pauschalen Beihilfe zur Flexibilisierung der Krankheitsvorsorge“ zum 01. August 2017 hat der Senat beschlossen, dass Beamtinnen und Beamte im Krankheitsfall statt bisher einer individuellen Beihilfe eine Pauschale bekommen können. Durch dieses Gesetz soll Beamtinnen und Beamten im Stadtstaat Hamburg ein Anreiz gegeben werden, Mitglied in der „Solidargemeinschaft der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)“ zu werden.

Lesen Sie hier den Bericht aus Profil 11/2017 weiter.

Auseinanderdriften der Besoldung und der Arbeitsbedingungen entgegenwirken

Die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland hat Verfassungsrang. Dieses Ziel muss Maßstab der politischen Arbeit im Bund und in den Ländern sein. In den Berichten auf der Herbsttagung des Berufspolitischen Ausschusses in Fulda, unter Leitung von Rainer Starke, wurde deutlich, wie sich das Dienstrecht und die Besoldung in den Ländern seit der Föderalismusreform auseinanderentwickelt haben. Jede Beamtin und jeder Beamte leistet in allen Ländern und im Bund verantwortungsvoll ihren und seinen Dienst. Für gleiche Tätigkeiten werden sie jedoch unterschiedlich besoldet. Es ist keiner Gymnasiallehrerin und keinem Gymnasiallehrer zu vermitteln, weshalb seine erbrachte Leistung je nach Kassenlage des Landes unterschiedlich vergütet wird. In der letzten Sitzung des BRA in dieser Wahlperiode wurde wiederholt die Forderung erhoben, dem Flickenteppich in der Besoldung Einhalt zu gebieten. Richtschnur muss das Land mit der höchsten Besoldung sein. Einer Nivellierung auf einem Durchschnittsniveau wurde von den Mitgliedern des BRA eine Abfuhr erteilt. Unser Anspruch ist, dass alle Beamtinnen und Beamten eine ihrem Amt angemessene Besoldung erhalten.

Hier können Sie den vollständigen Beitrag aus Profil 10/2017 weiterlesen.

Ganztagsangebote am Gymnasium – Aufstockung der erforderlichen Ressourcen

Gemeinsames Beschlusspapier von Berufspolitischem und Bildungspolitischem Ausschuss

In den letzten Jahren ist in allen Bundesländern der Anteil der Gymnasien mit Ganztagsangeboten stetig angestiegen.
Zu unterscheiden sind die offene Ganztagsschule mit einem freiwilligen Ganztagsangebot am Nachmittag, die teilgebundene mit einer für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtenden Teilnahme am Vor- und Nachmittag an drei Tagen in der Woche sowie die gebundene mit einem verpflichtenden Ganztag für alle Schülerinnen und Schüler.

Lesen Sie hier den Beitrag aus Profil 06/2017 weiter.

Beamtenstatus für Lehrkräfte unabdingbar Änderungen im Rentenrecht unüberschaubar

Der Beamtenstatus ist für Lehrkräfte unabdingbar. Dies unterstrich der Vorsitzende des berufspolitischen Ausschusses des Deutschen Philologenverbandes Rainer Starke auf der gemeinsamen Märztagung der „Berufspolitiker“ des DPhV aus den einzelnen Ländern sowie der
Arbeitsgemeinschaft der Hauptpersonalräte auf ihrer jährlichen Frühjahrstagung in Königswinter.  

Zugleich beklagte Steffen Pabst, der im DPhV für das Tarifrecht zuständig ist, dass das Rentenrecht immer unüberschaubarer werde. Einen zentralen Schwerpunkt auf der Tagung bildete die Erstellung einer Beamtenrechtsbroschüre, die insbesondere jungen Gymnasiallehrkräften Informationen zum Beamtenrecht geben soll. Mit dieser Broschüre sendet der DPhV ein Signal für den Erhalt des Beamtenstatus für Lehrerinnen und Lehrer in den Ländern aus.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag aus Profil 05/2017 hier.

10 Jahre Föderalismusreformen – Große Unterschiede in den Bundesländern

Der Deutsche Philologenverband sieht mit großer Sorge die Auseinanderentwicklung in der Besoldung und im Versorgungs- und Beihilferecht seit Beginn der Föderalismusreform im September 2006. Zehn Jahre Föderalismusreform waren für den Beamtenrechtsausschuss des Deutschen Philologenverbandes Anlass, sich auf seiner Herbsttagung mit den Auswirkungen der Reform in den einzelnen Bundesländern auseinanderzusetzen. Nach Eigenerhebung des Ausschusses ergibt sich eine jährliche Besoldungsdifferenz im Eingangsamt A 13 zwischen Bayern (höchste Besoldung) und Rheinland-Pfalz (niedrigste Besoldung) von 51.012,99 € zu 42.984,12 € und im Endamt zwischen Bayern (höchste Besoldung) und Berlin (niedrigste Besoldung) von 62.736,37 € zu 57.060,88 € (Stand 2016).

 

Den vollständigen Beitrag aus Profil 11/2016 finden Sie hier.

Absenkung der Lehrerarbeitszeit überfällig

Dr. Reingard Seibt, Bereichsleiterin für psychophysiologische Diagnostik und Laborleiterin vom IPAS und die DPhV-Vorstandsmitglieder Steffen Pabst und Rainer Starke

Die Absenkung der Lehrerarbeitszeit sei in allen Bundesländern überfällig, betonte Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes. Vielfach werden in der Öffentlichkeit die Zeiten zur  Vorbereitung des Unterrichts und für die Korrekturen der Klassen- und Kursarbeiten übersehen. Besonders in den Zeiten der Abiturprüfungen korrigieren die Gymnasiallehrkräfte nächtelang. Auch die Lehrkräfte an Gymnasien haben ein Anrecht auf Freizeit und eine 40-Stunden-Woche, wie sie allgemein im öffentlichen Dienst üblich ist. 

Keine Absenkung der Regelstundenzahl

Im Auftrag der Kultusministerkonferenz hat die Schweizer Unternehmensberatung Knight-Wegenstein bereits 1973 festgestellt, dass die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte an den Gymnasien unter Einrechnung der längeren Ferienzeiten bei einer fast 50-Stunden-Woche und somit deutlich über der regulären Arbeitszeit im öffentlichen Dienst liegt. Da offensichtlich den Kultusministern der Länder das Ergebnis ihrer eigenen in Auftrag gegebenen Untersuchung nicht passte, wurde die notwendige Konsequenz, die Absenkung der Regelstundenzahl, verweigert.

Belastungen an den Gymnasien wachsen ständig

Weitere Untersuchungen in den Folgejahren, wie die von Mummert und Partner 1998 in Nordrhein-Westfalen und die 2006 in Sachsen vom Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin (IPAS) der TU Dresden führten zu gleichen Ergebnissen. Seit 1973 hat sich die Belastung an den  Gymnasien beständig erhöht, zunächst durch die Oberstufenreform mit aufwendiger Vorbereitung des wissenschaftspropädeutischen Unterrichts. Heute sind auch die innere Differenzierung aufgrund heterogener gewordener Klassen, der Einsatz vielfältiger Medien, zusätzliche Vergleichsarbeiten sowie nationale und internationale Tests und nicht zuletzt die Arbeitsverlagerung von der höchsten und mittleren Schulaufsichtsebene auf die einzelnen Gymnasien im Rahmen der eigenverantwortlichen Schule zu nennen.

Der Unterrichtsalltag wird immer komplexer

Weitere Belastungen kommen durch die inklusive Beschulung sowie die besondere Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund hinzu. Seit Jahren beobachten wir Gymnasiallehrkräfte, so Heinz-Peter Meidinger, dass uns immer wieder neue Aufgaben aufgebürdet werden und sich der Unterrichtsalltag immer komplexer gestaltet. Auch ist der Umgang mit der Schülerschaft und deren Eltern nicht einfacher geworden. So verwundert es nicht, dass besonders zum jeweiligen Schuljahresende die Krankenstände zunehmen und die Lehrkräfte ausgelaugt in die Sommerferien gehen.

DPhV-Studie: Belastungen an den Gymnasien sichtbar machen

Aufgrund der gestiegenen Belastung forderten der Deutsche Philologenverband und die einzelnen Landesverbände die Kultusministerkonferenz auf, eine neue Arbeitszeituntersuchung in Auftrag zu geben. Diese hat sich bisher jedoch taub gestellt. Deshalb, so Heinz-Peter Meidinger, werden wir unsere Belastung jetzt selbst sichtbar machen. Wir initiieren eine wissenschaftliche Studie zu Arbeitszeit und Belastung der Lehrkräfte an den Gymnasien. Die einzelnen Landesverbände werden unter Federführung des Deutschen Philologenverbandes mit dem IPAS der Technischen Universität Dresden eine deutschlandweite repräsentative Studie durchführen.

Hohe Beteiligung der Lehrkräfte pro Bundesland erforderlich

Dr. Reingard Seibt, Bereichsleiterin für psychophysiologische Diagnostik und  Laborleiterin vom IPAS (Direktor Prof. Dr. med. Andreas Seidler) ist in Zusammenarbeit mit dem Institut für medizinische Informatik und Biometrie  (IMB ) für die TU Dresden sowie den Vorstandsmitgliedern Steffen Pabst und Rainer Starke des Deutschen Philologenverbandes in die Planung eingetreten.
Damit die Studie wissenschaftlich repräsentativ ist, müssen in jedem Bundesland mindestens 10 Prozent der Gymnasiallehrkräfte sich an einer Befragung sowie an einer Aufzeichnung zum Arbeitsaufwand über einen Zeitraum von mehreren Wochen beteiligen. Weitere Hinweise zur Durchführung der Studie werden in den nächsten Ausgaben dieser Zeitschrift folgen.