News

28.03.2017

Wer lernt gern, lernt freiwillig?

Sind Schulnoten noch zeitgemäß? Sind individuelle Einschätzungen besser? Muss die Schule generell hinterfragt werden?

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GWE) hat kürzlich einen schon länger schwelenden Streit befeuert: Sie fordert die Abschaffung der Zensuren in der Schule, plädiert stattdessen für individuelle Einschätzungen. Für den daraufhin von der RUNDSCHAU befragten Chef des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sind dagegen Schulnoten "alternativlos". Der Gymnasiallehrer aus Bayern sagt: "Ich habe großes Verständnis dafür, dass man in den ersten Jahrgangsstufen auf Noten verzichtet und sich mit Leistungseinschätzungen behilft. Da geht es um Grundkenntnisse, die man auch mit einer schriftlichen Bewertung im Grundsatz erfassen kann. Spätestens ab der dritten Klasse werden Noten aber wichtig, nicht zuletzt deshalb, weil sie eine Orientierung für den Übertritt in weiterführende Schulen darstellen."

Bettina Gulbin, Leiterin der Traugott-Hirschberger-Grundschule Lübbenau, verweist darauf, dass Eltern regelrecht auf Zensuren warten und Beurteilungen eher skeptisch gegenüberstehen. "Sie fragen dann: ,Muss ich sie wie eine Beurteilung im Berufsleben lesen, also zwischen den Zeilen?' Und später kommt ja auch die Frage: Wonach guckt die Wirtschaft?" In diese Kerbe schlägt auch Heinz-Peter Meidinger: "Notenzeugnisse sind Grundlage für eine Lehrstellenbewerbung oder einen Studienplatz."

Hier finden Sie den vollständigen Bericht aus der Lausitzer Rundschau.

Von: Presse DPhV