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24.04.2017

Deutsche Schüler klagen über Mobbing

Pisa-Schulstudie

Mobbing ist an Deutschlands Schulen offenbar stark verbreitet. Jeder sechste 15-Jährige klagt darüber, bereits gemobbt worden zu sein, wie eine gerade veröffentlichte Untersuchung im Rahmen der Pisa-Schulstudie ergab.

Die meisten Jugendlichen in Deutschland fühlen sich aber demnach wohl in der Schule und sind mit ihrem Leben zufrieden. Entscheidend ist dabei das Verhältnis zu Lehrern und vor allem zu Eltern.

In der von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlichten Sonderauswertung der Pisa-Studie gaben 16 Prozent der Befragten an, dass sie in irgendeiner Form gemobbt worden seien. Der OECD-Durchschnitt lag mit 19 Prozent noch etwas höher.

Die internationalen Ergebnisse zeigten, dass sich Länder nicht entscheiden müssten, ob die Jugendlichen etwas können oder sich wohlfühlen sollten, sagte Schleicher. Er verwies aber ausdrücklich auf den Einfluss von Eltern und Lehrern. Gerade die Eltern spielten eine "ganz entscheidende Rolle", sagte der OECD-Experte.

Heinz-Peter Meidinger, der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, übte Kritik. "Die Kosten für die Studie hätte man sich sparen können, der Aussagewert ist komplett überflüssig", sagte er der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag laut einer Vorabmeldung. "Die OECD macht diese Studie nur, weil sie glaubt, einen Zusammenhang zwischen guten nationalen Pisa-Leistungen und dem Wohlbefinden der Schüler herstellen zu können - das funktioniert aber nicht."

 

Hier können Sie den vollständigen Bericht des General Anzeigers lesen.

Von: Presse DPhV