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10.09.2014

OECD-Bildungsbericht beweist: Deutsches Bildungssystem besser als sein Ruf!

Kritik an JAKO-O-Studie

Als Bestätigung der auch im internationalen Vergleich hohen Qualität des deutschen Bildungswesens hat der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, die Ergebnisse des OECD-Berichts „Education at a glance 2014“ gewertet. Insbesondere die hohe Bildungsbeteiligung und die niedrige Jugendarbeitslosigkeit bezeichnete der Verbandsvorsitzende als positive Markenzeichen des deutschen Schulsystems.

Allerdings bezweifelte er, dass ein weiterer drastischer Anstieg der Studierendenquote in Deutschland über die bereits jetzt erreichten 53 Prozent eines Jahrgangs hinaus für das deutsche Bildungs- und Beschäftigungssystem sinnvoll sei.

„Schon jetzt klagen Handwerk und Betriebe über Zehntausende von Ausbildungsstellen, die nicht besetzt werden können, während gleichzeitig Tausende von Studienabsolventen vornehmlich geistes- und sozialwissenschaftlicher Studiengänge keine ihrer Ausbildung adäquate Beschäftigung finden. Das duale Ausbildungssystem, das maßgeblich zum deutschen Wirtschaftswunder beigetragen hat, droht auszutrocknen“, betonte Meidinger.

Als mehr Fragen aufwerfend als beantwortend hat der DPhV-Vorsitzende die Ergebnisse der privatwirtschaftlich veranlassten 3. JAKO-O-Studie bezeichnet. „Dies ist eine bunte Mischung aus meist bekannten, vielfach zusammengewürfelten Daten, wobei vage Fragestellungen auch zu unklaren verwirrenden Ergebnissen führen.“ Als Beispiel bezeichnete Meidinger die widersprüchlichen Ergebnisse, dass gemäß der Studie nur fünf bis neun Prozent der Eltern ihre Kinder an Gymnasien für überfordert halten, während gleichzeitig 72 Prozent der Eltern finden, dass an Schulen zu stark auf Leistung gesetzt werde.

Von: Presse DPhV