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16.06.2017

DPhV-Vorsitzender Meidinger: Grüne dürfen G9 in Baden-Württemberg nicht weiter blockieren!

Bevormundung der Schüler und Eltern sowie Ignorieren des eindeutigen Willens der Schulfamilie hat der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, der Landesregierung in Stuttgart, insbesondere den Grünen, vorgeworfen.

Der Verbandschef verwies darauf, dass mit Bayern, Niedersachsen und NRW inzwischen die Mehrzahl der bevölkerungsreichsten Bundesländer in Deutschland zur neunjährigen Gymnasialzeit zurückgekehrt sei, Baden-Württemberg sich aber nach wie vor weigere, dem Elternwillen nachzugeben und die Möglichkeit zu einer längeren, entschleunigten Gymnasialzeit über die genehmigten 44 Modellschulen hinaus auszuweiten.
Bei den Neuanmeldungen für die baden-württembergischen Gymnasien vor einigen Wochen war der Ansturm auf die 44 G9-Gymnasien so stark, dass viele Schülerinnen und Schüler abgewiesen werden mussten.

„Auf massiven Druck der baden-württembergischen Grünen wurde im grün-schwarzen Koalitionsvertrag festgeschrieben, dass der Wille einer Mehrheit von 80 Prozent der Bevölkerung für ein G9 an allen Gymnasien in Baden-Württemberg ignoriert wird. Es ist jetzt dringend geboten, diese Entscheidung zu korrigieren, wollen die Grünen nicht weiter als Bürger-Bevormundungspartei und Verfechter einer ideologischen Schulpolitik wahrgenommen werden“, betonte Meidinger.

Er erinnerte daran, dass die rot-grünen Landesregierungen in Schleswig-Holstein und NRW nicht zuletzt deshalb abgewählt worden seien, weil sie die Rückkehr zu einem G9 gegen den Willen einer übergroßen Bevölkerungsmehrheit blockiert hätten.
„Es ist höchste Zeit, dass Ministerpräsident Kretschmann diese Entscheidung an sich zieht und ein Machtwort spricht!“, sagte der DPhV-Vorsitzende.

Von: Presse DPhV