Mainz, 24.04.2026 – Anlässlich der Vorstellung einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zur psychischen Situation von Kindern und Jugendlichen, über die zum Beispiel das Nachrichtenportal „News4teachers“ berichtet, mahnt der Philologenverband Rheinland-Pfalz konkrete Schritte der künftigen Landesregierung an, um die Probleme an den Schulen zu bewältigen und mehr Bildungsgerechtigkeit herzustellen. Die Autoren der IW-Studie sehen einen klaren Zusammenhang zwischen der übermäßigen Social-Media-Nutzung und dem stetigen Leistungsabfall, der bei internationalen Vergleichstests in Bezug auf die Kompetenzen deutscher Schülerinnen und Schüler in den Fächern Deutsch, Mathematik und in den Naturwissenschaften deutlich hervorgetreten ist.
Dringenden Handlungsbedarf sieht der Philologenverband durch den Umstand gegeben, dass die Studienergebnisse zu einem klaren Fazit im Hinblick auf Fragen der Bildungsgerechtigkeit gelangen: „Das Risiko von Bildungsarmut und die Ungleichheit der Bildungschancen nehmen durch exzessive digitale Mediennutzung in der Freizeit zu.“
Der Philologenverband Rheinland-Pfalz bekräftigt daher seine Forderungen:
- Die Bundesregierung muss wirksame Altersbeschränkungen für die Social-Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen festlegen.
- Die künftige Landesregierung darf die Schulen nicht länger im Stich lassen, sondern, wie es auch in anderen Bundesländern mittlerweile geschehen ist, einheitliche Vorgaben für den Gebrauch digitaler Geräte in den Schulen formulieren.
- Für den lernwirksamen Einsatz digitaler Medien im Unterricht müssen von der Landesregierung und den Schulträgern die notwendigen finanziellen, technischen und personellen Ressourcen bereitgestellt werden.
Zu der IW-Studie gelangen Sie über den folgenden Link: https://www.iwkoeln.de/studien/christina-anger-julia-betz-axel-pluennecke-nutzung-digitaler-medien-von-kindern-und-jugendlichen.html
Cornelia Schwartz, Landesvorsitzende
Jochen Ring, Pressereferent