
Im Gespräch beleuchtet Lin‑Klitzing, warum Lehrkräfte Beamte sein müssen. Sie erläutert zudem, dass Schulpflicht weit mehr ist als reine Unterrichtspflicht.
Besondere Aufmerksamkeit widmet sie der Demokratiebildung in der Schule und dem Grundgesetz als konkretem Inhalt der Lehrkräfteausbildung. Sie plädiert dafür, dass diese Themen bereits in der ersten Phase der Lehrkräftebildung verbindlich und praxisnah in den Lehrkräftebildungsstandards verankert werden, um angehende Lehrkräfte fundiert auf ihre gesellschaftliche Verantwortung vorzubereiten.
Lin‑Klitzing zieht auch eine kritische Bilanz der Corona-Pandemie, reflektiert, welche Lehren für Unterricht und Schulorganisation gezogen werden müssen, und macht deutlich, dass bei datengestützter Schul- und Unterrichtsentwicklung oft Rollen- und Ressourcenklarheit fehlt, was die Umsetzung erschwert.
Abschließend spricht sie ein klares Plädoyer für das Gymnasium aus: Als Bildungsgang mit einer umfassenden fachlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Aufgabe muss es weiterhin eine tragende Säule des Schulsystems bleiben.
Die Folge liefert prägnante, fundierte Einsichten in bildungspolitische Debatten und zeigt, wie zentrale Fragen von Lehrkräftequalität, demokratischer Erziehung und Schulentwicklung miteinander verbunden sind.