bpv-Statement zur Debatte um den Rechtsanspruch auf Teilzeit

    bpv-Vorsitzender Michael Schwägerl erklärt:

    „Mit der Einführung des neuen Kampfbegriffes „Lifestyle-Teilzeit“ erweist die CDU-Mittelstandsunion der Gesellschaft keinen guten Dienst. Sie verschärft damit zum einen die aktuelle Teilzeit-Vollzeit-Debatte im Öffentlichen Dienst unter den Beamten. Zum anderen trägt sie mit solchen Aussagen zu einer weiteren Spaltung unter den Beschäftigten bei.
    Dabei sind doch gerade jetzt die solidarischen Kräfte gefordert! Die Signalwirkung in Richtung Zwangsmaßnahmen ist fatal – wir brauchen stattdessen mehr Unterhaken und Miteinander, weniger Finger-Hakeln und Gegeneinander.

    Dass es auch anders geht – ohne Druck und Zwang – hat in Bayern die gymnasiale Schulfamilie im Herbst bei der Bewältigung des Lehrkräftemangels bewiesen:
    Durch ein gemeinsames Handeln konnte die Unterrichtsversorgung zum Schuljahresbeginn sichergestellt werden. Dazu gehörten auch freiwillige Teilzeitaufstockungen, durch die ein beträchtlicher Teil der Deckungslücke geschlossen werden konnte.

    Gut, dass nun Ministerpräsident Söder den Vorschlag der CDU-Mittelstandsunion als Irrweg bezeichnet und auf Anreize setzen will. Zur Erinnerung: Dies hatten wir auch für die bayerische Beamtenschaft gefordert. Es bleibt für uns unverständlich, warum diese ab Herbst 2027 mit Zwangseinschränkungen bei der familienpolitischen Teilzeit umgehen muss.“

     


    Der Bayerische Philologenverband (bpv) ist die Vertretung der Lehrkräfte an Gymnasien und Beruflichen Oberschulen in Bayern. Mit seiner leidenschaftlichen Arbeit setzt sich der bpv seit
    seiner Gründung im Jahr 1863 kontinuierlich für gute Arbeits- und Rahmenbedingungen der Lehrkräfte ein und fördert den Bildungsauftrag der Schularten. Der bpv ist die starke Stimme seiner Mitglieder und ein unverzichtbarer Partner in der bayerischen Bildungspolitik.

    Für den Inhalt verantwortlich: Ulrike Schneider, Pressereferentin des bpv (presse@bpv.de; Mobil: 0172 8483399)

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