Statement des bpv zur Pressekonferenz von Ministerin Stolz und Minister Blume

    Michael Schwägerl, der Vorsitzende des bpv, erklärt:

    „Wir können uns vollkommen hinter die Aussage von Kultusministerin Anna Stolz stellen, eine ‚positive und gesunde Leistungskultur‘ fördern zu wollen. Auch in unseren Augen bedeutet Leistung nicht Druck, sondern ‚Anstrengung, Entwicklung und Freude am eigenen Können‘. Ein Leistungsbegriff, der nur in Arbeit pro Zeit denkt, wäre in der heutigen Zeit mit ihren komplexen Herausforderungen zu eindimensional.

    Gerade in der Bildung ist ein Denken der Art ‚Mehr ist besser‘ nicht immer zielführend. Für die Verwaltung ist das erkannt und mit Entbürokratisierung wie De-Implementierung hat sich Bayern auf einen guten Weg gemacht. Das gilt aber auch für den pädagogischen Bereich. Beim Fördern und Fordern zum Beispiel behindern zu viel Hilfe bzw. zu hohe Anforderungen den Lernprozess. Und für Prüfungen gilt der Satz: Häufiges Abprüfen allein führt nicht zwangsläufig zu Lernerfolg und Kompetenzzuwachs.

    Wir wünschen deshalb Kultusministerin wie Wissenschaftsminister für ihre Präsidentschaften in der KMK eine glückliche und letztlich erfolgreiche Hand bei der Umsetzung guter, bayerischer Vorschläge und Ideen.“

     


    Der Bayerische Philologenverband (bpv) ist die Vertretung der Lehrkräfte an Gymnasien und Beruflichen Oberschulen in Bayern. Mit seiner leidenschaftlichen Arbeit setzt sich der bpv seit seiner Gründung im Jahr 1863 kontinuierlich für gute Arbeits- und Rahmenbedingungen der Lehrkräfte ein und fördert den Bildungsauftrag der Schularten. Der bpv ist die starke Stimme seiner Mitglieder und ein unverzichtbarer Partner in der bayerischen Bildungspolitik.

    Für den Inhalt verantwortlich: Ulrike Schneider, Pressereferentin des bpv (presse@bpv.de; Mobil: 0172 8483399)

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