Kontinuität und neue Ideen

    Wechsel im Vorstand der Jungen Philologen

    von Walter Tetzloff

    Die Jungen Philologen

    Die Jungen Philologen vor dem nordrhein-westfälischen Landtag

    Fröhlicher Tatendrang und ein etwas sentimentaler Abschied. So kann man die Stimmung beschreiben, die bei unseren Jungen Philologen im Spätsommer im Rheinland vorherrschte. Im Rahmen der exzellent vorbereiteten zweiten Halbjahrestagung in Düsseldorf stand zwar auch diesmal die Bildungs- und Berufspolitik im Vordergrund, genauso beeindruckend waren allerdings der menschliche Zusammenhalt und die Solidarität des Lehrernachwuchses aus den so unterschiedlichen Bundesländern.

    NRW-Landesvorsitzende
    Sabine Mistler und
    Georg Hoffmann (Credit: Hildebrand)

    Als gastgebende Landesvorsitzende ließ es sich Sabine Mistler nicht nehmen, die Jungen Philologen aus dem ganzen Bundesgebiet über die schulpolitischen Gegebenheiten im größten Bundesland zu informieren. Dabei konzentrierte sie sich adressatengerecht auf die Themen Arbeitszeit, Lehrkräftemangel und Abordnungen.

    Gut unterrichtet über die Verhältnisse in Nordrhein-Westfalen besuchte der organisierte PhV-Nachwuchs dann den Landtag, d. h. den imposanten Plenarsaal in Rheinnähe.

    Nach dieser Begegnung mit der Legislative folgte ein zielgerichtetes Gespräch mit Nordrhein-Westfalens Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk, wo naturgemäß die Haushaltslage, der Stand der Digitalisierung sowie die prekäre Schuldensituation etlicher NRW-Kommunen zur Sprache kam. Erfreut zeigten sich die Besucher, als Optendrenk die Zusage machte, den Beamtenstatus für Lehrkräfte beizubehalten. Damit entsprach er einer nachdrücklichen Verbandsforderung.

    Der Vorstand mit NRW-Finanzminister
    Dr. Marcus Optendrenk (CDU) im Gespräch

    Intensiver Beschäftigung mit der Landespolitik musste am Abend ein zünftiger Freizeitausgleich folgen. Wie und wo konnte dieser besser gelingen als in der Heimatstadt des (Noch)Jungphilologenchefs Georg Hoffmann. Der fand ebenso viel Gefallen an seiner Rolle als Fremdenführer in der Domstadt am Rhein wie in den vergangenen acht Jahren als Interessenvertreter des Lehrernachwuchses im Deutschen Philologenverband. Das wusste die Gemeinschaft der anwesenden Jungphilologen zu schätzen, und entsprechend war die Stimmung in der Kölner Innenstadt. Einzelheiten bedürfen hier nicht der Berichterstattung.

    Am nächsten Tag sollte es dann – nun wieder in Düsseldorf – konzentriert weitergehen. Abschied und Neuwahlen standen auf dem Programm. Dass die Verabschiedung des scheidenden Vorsitzenden und seiner Mannschaft keine emotionslose Routineangelegenheit wurde, sondern das Gegenteil davon, dies war vor allem der DPhV-Bundesvorsitzenden zu verdanken, die Georg Hoffmann mit so vielen positiven Attributen und herzlichen wertschätzenden Worten aus seinem so viele Jahre ausgeübten Amt entließ, dass jedem im Raum klar wurde: Hier geht nicht irgendein Funktionär, der vorübergehend die Fahne der jungen Lehrkräfte am Gymnasium hochhielt, hier wird vielmehr jemand verabschiedet, dem Verbandsarbeit und der Kampf um ein starkes Gymnasium Herzenssache war und ist. Und dieses Engagement konnte Georg nur gelingen, weil er, wie Susanne Lin-Klitzing hervorhob, ein Teamplayer ist. Seine Erfolge beruhten daher in nicht geringem Maße auf der Zusammenarbeit mit seinem Vorstand, namentlich Heike Kühn (Mecklenburg-Vorpommern und 2. Vorsitzende), Maximilian Röhricht (Baden-Württemberg), Dominik Lörzel und Quirin Borchert (beide Bayern). Sie alle brachten Georg ihre Wertschätzung zum Ausdruck, indem sie ihn mit einer glanzvollen gebundenen Fotosammlung verabschiedeten.

    Früherer und neuer JuPhi-Vorsitzender Georg Hoffmann und Quirin Borchert zusammen mit der DPhV-Vorsitzenden Susanne Lin-Klitzing (Credit: Hildebrand)

    Der herzlichen Verabschiedung folgten Neuwahlen, deren einstimmige Ergebnisse durchaus als Ausdruck großer Geschlossenheit gewertet werden können:
    Zum neuen ersten Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft wählten die Vertreterinnen und Vertreter der Landesverbände in geheimer Wahl Quirin Borchert aus München (s. Interview). Ihm steht zukünftig Jessica Kanitz (Sachsen) zur Seite, die als gewählte 2. Vorsitzende an die Stelle von Heike Kühn tritt. Beiden Vorsitzenden steht ein Team aus fünf gewählten Beisitzerinnen und Beisitzern zur Seite, die für Kompetenz und regionale Ausgeglichenheit stehen: Dennis Hütter aus Hessen, Matthias Feige aus Schleswig-Holstein, Prisca Hagel aus Bayern, Vesela Oehler aus Thüringen und Max Schmieding aus Bayern. Ihnen allen gilt der herzliche Glückwunsch der Bundesvorsitzenden und des gesamten Bundesvorstands. Auf die erfolgreiche Mitwirkung der Jungen Philologen kann dieser auf keinen Fall verzichten, nicht nur, weil Georg Hoffmann hier Maßstäbe gesetzt hat.

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