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DPhV lehnt Erhöhung der Regelstundenzahl für Lehrkräfte strikt ab

    Nach Vorstoß in Sachsen-Anhalt

    DPhV lehnt Erhöhung der Regelstundenzahl für Lehrkräfte strikt ab

    Berlin – Der Deutsche Philologenverband (DPhV) spricht sich deutlich gegen eine Erhöhung der Regelstundenzahl für Lehrkräfte nach dem Vorbild Sachsen-Anhalts aus.

    „Die Erhöhung des Arbeitspensums ist keine Lösung für den gravierenden Lehrkräftemangel, sondern ein weiteres Hindernis auf dem Lösungsweg“, kritisiert die Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing. Eine weitere Erhöhung der Arbeitsbelastung würde nicht dazu führen, dass sich mehr Menschen für den Beruf des Lehrers oder der Lehrerin begeistern. Des Weiteren arbeiten Lehrkräfte meist sowieso über ihr Pensum hinaus, ohne dafür einen Ausgleich zu erhalten.

    Lin-Klitzing weiter: „In Sachsen-Anhalt wird jetzt politisches Versagen auf dem Rücken der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler ausgetragen. Wir tragen eine weitere Erhöhung der Regelstundenanzahl für Lehrkräfte nicht mit. Das Maß ist übervoll!“

    Der Hintergrund: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat nach den Winterferien verpflichtende Mehrarbeit für alle Lehrkräfte in seinem Bundesland angeordnet. Alle Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt sollen nun noch eine Unterrichtsstunde mehr unterrichten.

    Der Deutsche Philologenverband ruft alle Kolleginnen und Kollegen deshalb dazu auf, nur noch genauso viel zu arbeiten wie gesetzlich vorgeschrieben! Lin-Klitzing: „40 Stunden als Vollzeitlehrkraft an fünf Tagen die Woche. Als Teilzeitlehrkraft entsprechend weniger. Die Zeit der pädagogischen Hingabe ist vorbei, wenn das Land Sachsen-Anhalt die Lehrkräfte nun noch weiter belasten will.“

    Der Verband fordert alle Kultusministerinnen und -minister dringend dazu auf, sich an den Maßnahmen aus Magdeburg kein Beispiel zu nehmen.

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