Startseite|Zumeldung des PhV BW zur Pressemitteilung der Deutschen Vereinigung für politische Bildung (DVPB BW) vom 26.01.2022: „Petition zur digitalen Bildungsplattform Baden-Württembergs“

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Zumeldung des PhV BW zur Pressemitteilung der Deutschen Vereinigung für politische Bildung (DVPB BW) vom 26.01.2022: „Petition zur digitalen Bildungsplattform Baden-Württembergs“

    Philologenverband unterstützt Petition der Deutschen Vereinigung für politische Bildung zur digitalen Bildungsplattform

    • Digitale Souveränität und Datenschutz durch Einsatz von Open-Source stärken
    • Betrieb in landeseigener Regie statt jahrelangen Zeitverlusts durch europaweite Ausschreibung

    Der Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW) unterstützt die Petition der Deutschen Vereinigung für politische Bildung (DVPB BW) zur digitalen Bildungsplattform und die Forderung zum Betrieb der Bildungsplattform durch eine landeseigene IT-Dienststelle. „Jahrelange Zeitverluste durch ein kompliziertes, europaweites Ausschreibungsverfahren müssen durch den raschen Ausbau vorhandener und funktionierender Strukturen vermieden werden!“, so der PhV-Landesvorsitzende Ralf Scholl.

    Der Einsatz von IT-Lösungen auf der Basis freier Software und eine landeseigene IT-Infrastruktur für die Schulen sind nach Einschätzung des Philologenverbands der sicherste Weg zur Realisierung einer souveränen digitalen Daseinsvorsorge im Bildungsbereich. Digitale Souveränität braucht technologische Souveränität in den Bereichen Software und Hardware. – Datenschutz, Offenheit und Transparenz, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung, Modularität und Nutzerfreundlichkeit sind zentrale Aspekte einer echten digitalen Souveränität.
    Lock-in-Effekte und Lizenzkosten für proprietäre Software sollten vermieden, freie Software kann beliebig modifiziert und angepasst werden und ist ein großer Pluspunkt im Sinne der digitalen Souveränität. Wegfallende Lizenzkosten stehen ggf. für die gezielte Weiterentwicklung von freier Software zur Verfügung.

    Das Land Baden-Württemberg verfügt über das Know-how und die Praxiserfahrung, um relativ schnell eine landeseigene, leistungsstarke und funktionsfähige IT-Infrastruktur für alle Schulen zur Verfügung zu stellen.
    Das BelWü-Team und das BigBlueButton-Team haben dies mit der Lernmanagementplattform Moodle und dem Videokonferenzsystem BigBlueButton (BBB) eindrucksvoll bewiesen, die den Schulen im Lockdown in kürzester Zeit zur Verfügung gestellt werden konnten.

    Personelle und finanzielle Mittel vorausgesetzt, ist eine landeseigene Schul-IT-Infrastruktur in kürzester Zeit realisierbar. Es geht jetzt darum, Lehrkräften und Schülern landeseinheitlich zusätzlich zu Moodle und BBB auch noch Schul-Mailadressen, Online-Speicher und kollaborative Online-Büro-Software zur Verfügung zu stellen. Das notwendige Know-how hierfür ist vorhanden. Auf dessen Basis könnte die landeseigene IT-Infrastruktur rasch weiter ausgebaut werden. „Hierzu müssen die Weichen vom Kultusministerium endlich in die richtige Richtung gestellt werden!“, so Ralf Scholl abschließend.

     

    Hintergrundinformationen:

    Die Petition der DVPB BW finden Sie unter:
    https://www.dvpb-bw.de/index.php/petition-zur-digitalen-bildungsplattform
    und
    https://unsere-digitale.schule/petition/

    Der PhV BW setzt sich seit Jahren für den Ausbau einer funktionierenden, datenschutzkonformen Bildungsplattform ein, siehe hier:
    https://www.phv-bw.de/?s=Bildungsplattform

    Er ist Teil des Bündnisses “Unsere digitale Schule”, in dem sich Lehrer-, Schüler- und Elternvertretungen sowie eine Vielzahl von NGO für dieses Ziel einsetzen: https://unsere-digitale.schule/

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