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Erneuter Schulterschluss des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz mit dem Landeselternbeirat: Für kleinere Lerngruppen auch an weiterführenden Schulen!

“In der Frage, wie man am besten die Lerndefizite des Corona-Jahres aufholen kann, sind sich Landeselternbeirat und Philologenverband einig: Wir brauchen deutlich kleinere Lerngruppen – und zwar endlich auch an den weiterführenden Schulen“, so die Landesvorsitzende des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, Cornelia Schwartz. „Während Grundschulklassen im Schnitt bei ca. 18 Schülerinnen und Schülern liegen, arbeiten wir an Gymnasien oder an Integrierten Gesamtschulen mit durchschnittlich mehr als 25. Diese Unterscheidung kann niemand mehr nachvollziehen. Wir fordern in puncto Klassengrößen auf jeden Fall ein Gleichziehen mit den Grundschulen.“

Als Philologenverband begrüßen wir den Vorstoß des Landeselternbeirates für einen rheinland-pfälzischen Bildungsgipfel. Gemeinsam mit dem Landeselternbeirat haben wir bereits Lösungen überlegt, um den durch die Verkleinerung von Lerngruppen steigenden Lehrerbedarf decken zu können. Zu diesen Lösungen gehört zuallererst eine Einstellungsoffensive zugunsten aller verfügbaren Lehrkräfte auf Planstellen: Es kann nicht sein, dass gut ausgebildete Lehrkräfte an den jeweiligen Schularten keine Stelle finden und in andere Bundesländer abwandern. Die Einstellung aller verfügbaren Lehrkräfte reicht allerdings mit Sicherheit nicht aus, da der Bedarf aufgrund der rigiden Sparpolitik des Landes viel zu groß geworden ist. Daher muss man zusätzliche Möglichkeiten schaffen, um Lehrkräfte zu gewinnen. Eine Möglichkeit der kurzfristigen Personalgewinnung, falls nicht genügend ausgebildete Lehrkräfte zur Neueinstellung verfügbar sind, könnte darin bestehen, pensionierte Lehrkräfte zu bitten, sich ebenfalls noch einmal für eine begrenzte Zeit im Unterricht für die Schülerinnen und Schüler zu engagieren. Ein solcher Einsatz darf sich natürlich nicht pensionskürzend auswirken.

„Wir brauchen nun sinnvolle und gute Lösungen. Sparen kann man an anderer Stelle, aber nicht am Unterricht von Kindern und Jugendlichen. Sie haben schließlich lange genug auf regulären Präsenzunterricht verzichten müssen – und zwar auch deshalb, weil die Klassen an rheinland-pfälzischen Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen einfach zu groß sind, anders als in vielen anderen Ländern dieser Welt, mit denen das deutsche Schulsystem permanent verglichen wird“, lautet das abschließende Fazit von Schwartz.

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