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Lehrer-Online | Abitur in Zeiten von Corona

Im Video-Interview spricht Cornelia Schwartz – Landesvorsitzende im Philologenverband Rheinland-Pfalz – mit uns über das Abitur in Zeiten von Corona, welche besonderen Herausforderungen entstehen und wie das Abitur in Zeiten von Corona für alle Beteiligten zufriedenstellend durchgeführt werden kann.

Video-Interview mit Cornelia Schwartz

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Vorbereitung unter besonderen Umständen

Das Abitur ist jedes Jahr eine besondere Zeit für Lehrkräfte sowie für Schülerinnen und Schüler. In diesem Jahr kommt nach Auffassung von Cornelia Schwartz jedoch eine weitere Komponente hinzu: Der Lockdown oder auch Krankheitsfälle im näheren Umfeld der Lernenden sorgen für zusätzlichen Stress in dieser ohnehin schon sehr angespannten Phase der Schullaufbahn. Natürlich sei das für Schülerinnen und Schüler eine besondere Herausforderung.

Cornelia Schwartz unterrichtet an einer Schule in Rheinland-Pfalz. Die schriftlichen Abitur-Prüfungen haben die Lernenden an G9-Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen in Rheinland-Pfalz bereits geschrieben und sie liefen den Umständen entsprechend gut ab, allerdings – wie immer – verbunden mit zusätzlicher Arbeit für Kolleginnen und Kollegen, die Nachklausuren konzipieren mussten. Auch in Bezug auf die mündlichen Prüfungen sieht Cornelia Schwartz ihre Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet, wenngleich die Vorbereitungen durch Homeschooling und Video-Konferenzen anders ablaufen mussten als gewohnt.

Obwohl in den letzten Monaten viele Dinge über Video-Konferenzen im Fern-Unterricht realisiert werden konnten, ist Cornelia Schwartz davon überzeugt, dass eine mündliche Abitur-Prüfung vor Ort stattfinden muss. Natürlich sei es notwendig, alle zur Verfügung stehenden Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, aber dennoch erachtet sie eine Prüfung in der Schule als bessere Variante.

Auf Erfahrungen zurückgreifen

In vielen Bundesländern fand das Abitur bereits im vergangenen Jahr während der Corona-Pandemie statt und Rheinland-Pfalz hat in diesem Jahr die schriftlichen Prüfungen schon hinter sich gebracht. Somit konnten bereits Erfahrungen gesammelt werden, die nun bei der Durchführung in den anderen Bundesländer helfen können. Cornelia Schwartz empfiehlt dabei vor allem darauf zu achten, dass die Räume groß genug gewählt werden oder mehrere Räume zur Verfügung stehen. In jedem Fall sollte genug Zeit eingeplant werden, damit trotz der besonderen Umstände keine Nachteile für die Prüflinge entstehen. Die Ministerien sollten frühzeitig mit den Gesundheitsämtern in Kontakt treten, um durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen so vorzubeugen, dass bei eventuell auftretenden Infektionen einzelner die Prüflinge nicht in ihrer Gesamtheit in Quarantäne geschickt würden.

Forderungen des Philologenverbandes

Das vergangene Schuljahr lief anders als geplant und das gilt auch für die Abitur-Prüfungen. Daher ist es ein großes Anliegen des Philologenverbandes, dass sich die Schülerinnen und Schüler trotz dieser Krise sicher sein können, dass sie kein Corona-Abitur, sondern eine vollwertige Hochschulreife erworben haben. Es ist durchaus der Wunsch der Abiturienten, dass sie zeigen können, was sie gelernt haben. Schließlich wollen sie hinterher stolz sein auf das Erreichte.

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