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Kinderschutzbund teilt die Kritik des PhV R-P: Klare Regeln und Gesundheitsschutz für Schulöffnungen nach dem Lockdown

Für seine schon vor Monaten formulierte Linie, gemäß der Abstandsregeln sowie Hygienestandards, wie sie das Robert-Koch-Institut empfiehlt, an den Schulen genauso wie in allen anderen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft eingehalten werden müssen, erfährt der Philologenverband Rheinland-Pfalz nun Unterstützung durch den Deutschen Kinderschutzbund.

Das Nachrichtenportal news4teachers.de zitiert am 11.01.2021 auf der Grundlage eines Interviews der „Rheinischen Post“ den Präsidenten vom Deutschen Kinderschutzbund, Heinz Hilgers, mit der Aussage, „es sei nicht verantwortlich, Schulen um jeden Preis öffnen zu wollen und dieses Versprechen dann binnen Stunden oder Tagen wieder kassieren zu müssen“ und „Ich appelliere weiterhin an die Landesbildungsministerinnen und -minister, sich auf ein realistisches und verbindliches Vorgehen zu verständigen und Kindern und ihren Familien so zumindest mittelfristige Planungssicherheit zu verschaffen.“

Cornelia Schwartz, Landesvorsitzende des Philologenverbandes, bekräftigt ihre schon 2020 ausgesprochene Mahnung und wendet sich damit auch an die neue Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst: „Die Strategie, die seit über einem Jahr bestehende Risikolage durch die Floskel, Schulen seien keine Treiber der Pandemie, wegreden zu wollen, ist krachend gescheitert. Abstandsregeln müssen endlich auch an den Schulen strikt eingehalten werden, zuverlässige Mund-Nasen-Schutzmasken Verwendung finden, außerdem die technischen Voraussetzungen für den Fernunterricht, solange er notwendig ist, geschaffen werden. Dazu gehört die Erhöhung der Serverkapazitäten für die landeseigene Lernplattform Moodle, insbesondere aber eine Verbesserung von deren Benutzerfreundlichkeit. Mittelfristig führt jedoch kein Weg daran vorbei, dass die Lerngruppen an den weiterführenden Schulen drastisch verkleinert werden. Leider hört man gerade zu dem letztgenannten Punkt wenig Konkretes von den konkurrierenden Parteien im beginnenden Landtagswahlkampf.“

Vor diesem Hintergrund teilt der Philologenverband Rheinland-Pfalz die Kritik des Kinderschutzbundpräsidenten, der am 11.01.21 folgende harsche Worte in Richtung Kultusverwaltung und Landesregierungen adressiert hat: „Es ist mir ein Rätsel, warum die Länder den Sommer nicht genutzt haben, klare und verbindliche Regelungen für Präsenzbetrieb, Wechselunterricht und Fernunterricht zu entwickeln und die Schulen entsprechend auszustatten“.

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